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der mehr und mehr herabsank, je nachdem die Wolkenbank in die Höhe stieg. Es war die Sichel des zunehmenden Mondes, der eben untergehen wollte. Noch […] Mehr lesen

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Luftfahrt

Ausbreite Deinen Mantel zur Luftfahrt, auf Gesell! Und führe mich nach Leipzig windschnell, gedankenschnell! Dort im Gewühl der Menge will ich, ein Krämer, schrein: Wer kauft mir ab den Jammer, wer löst mir ab die Pein? Ja, bringe mich nur eilig zur schönen Lindenstadt, Dort sieht an heitern Bildern das Auge sich nicht satt. Vielleicht dass meine Seele dort Heiterkeit empfängt, Und dass ihr Strahl die Schatten des Grames mir verdrängt! Aber nun hat er den Gnadenort erreicht, nun weichen die einengenden Wälder und Felsen zurück, nun ebnet sich der Pfad, der vorher mühevoll über Berge führte, Heiterkeit im weit offenen Talgrund und Ruhe im Goldschimmer des Abends empfängt ihn, und der helle, Schein glänzt von der Kirche her, woher er eben seinen Trost oder seine Heilung zu hoffen hat. Kann das nicht recht zum Bild der ganzen Reise dienen? Und er ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder. Mühsam windet sich der Pilger, der Abhilfe seiner geistigen oder körperlichen Schmerzen am Gnadenorte sucht, durch die engen Wege und beschwerlichen Berge wie durch die Leiden, welche ihm Gott auferlegte, hindurch. Auch von ihnen werde ich noch ausführlicher sprechen müssen. Aus engen Wegen, die durch Waldesdunkel und Felsen führen, kommt man heraus und nun liegt ein weites freundliches Tal vor uns, ringsumher von begrünten Bergen umschirmt, mit einzelnen Wohnungen belebt, die hier und dort aus Büschen hervorschauen, und im Hintergrunde glänzt uns auf der halben Höhe des Berges die Wallfahrtskirche, das Ziel unserer Wanderung, im Abendschein, der an den Türmen spielt, entgegen. Aber sie, sonderbar, auch sie zog sich zurück und das ärgerte ihn. Der Mann nach der Frau, die Mutter nach den Kindern! Ein Wort gab das andere, und wir kamen ins Gespräch. Nie wird der 30. November im Jahre 1803 aus meinem Gedächtnisse schwinden. Der letzte Teil der Reise ist der beschwerlichste, so wie fortwährende Leiden dem Ermüdeten immer drückender werden. Wo er auch eintrat, überall wurde er mit Vergnügen empfangen. Mit einem Worte, Bakluschin war in einer erregten Stimmung. Musik die Heiterkeit bringen auf ihrem Album den Pop unter die Erde und feiern unfröhliche Auferstehung, die Heiterkeit der Nebel war ein Vorbote der Sonne. […] Mehr lesen >>>


Liebstes Herzchen

Auf meiner Herzliebsten Äugelein Mach ich die schönsten Kanzonen. Auf meiner Herzliebsten Mündchen klein Mach ich die besten Terzinen. Auf meiner Herzliebsten Wängelein Mach ich die herrlichsten Stanzen. Und wenn meine Liebste ein Herzchen hätt, Ich machte darauf ein hübsches Sonett. Quelle: Heinrich Heine Buch der Lieder Lyrisches Intermezzo Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Gott erhörte das Seufzen u. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Als der Bey von Tripolis einen Leibarzt suchte, empfahl der Herzog von Toskana Abraham Casanova; so fand er eine feste Lebensstellung, und es schien, als wollte er ein gesetztes Leben beginnen. Er war vermöge seines Bildungsganges in christlichen Schulen den übrigen sabbatianischen Aposteln bei weitem überlegen, wußte dem Blödsinn einen Anstrich von Vernünftigkeit und Weisheit zu geben, blendete dadurch die Befangenen und betörte selbst solche, welche früher dem sabbatianischen Treiben abgeneigt waren. […] Mehr lesen >>>


Da erschien plötzlich an jener Stelle des Horizontes ein Lichtschein

der mehr und mehr herabsank, je nachdem die Wolkenbank in die Höhe stieg. Es war die Sichel des zunehmenden Mondes, der eben untergehen wollte. Noch reichten seine Strahlen hin, den jetzt wolkenlosen Horizont zu beleuchten, und einen Augenblick sah der Ingenieur sein zitterndes Bild sich auf einer Wasserfläche wiederspiegeln. Es ist eine Insel! sagte er mit ernstem, fast feierlichem Tone, als eben der letzte Lichtschein in den Wellen erlosch. Noch vermochte man es nicht zu erkennen Grade jetzt erhöhte eine Wolkenbank, die sich scharf vom Horizonte abhob, nach Westen zu die Dunkelheit, und das Auge war nicht im Stande, zu entscheiden, ob Himmel und Wasser in ungebrochener Kreislinie einander berührten. Aber durch die Tränen hindurch sah ich das sommernächtige Land daliegen, die mächtige Flucht der Ackerfelder schwoll am Horizont wie eine starke und weiche Woge in den Himmel, seitwärts schlief atmend der weithin gestreckte Wald und hinter mir lag fast verschwunden das Dorf, mit wenig Lichtlein und wenigen leisen und fernen Tönen. Ein scheues und doch brennendes Begehren, eine Sehnsucht rang sich in mir auf; ich wußte nicht, war es ein Hindrängen zu neuen, unbekannten Freuden und Schmerzen oder ein Verlangen, rückwärts in die Kinderheimat zu wandern, mich an den väterlichen Gartenzaun zu lehnen, die Stimmen der toten Eltern und das Kläffen unseres toten Hundes noch einmal zu hören und mich auszuweinen. Nur die Sterne ruhten klar und unbewegt in halbdunkeln Höhen. Die spiegelglatte See und ein von keinen Wölkchen beschatteter Horizont schlossen die Aussicht von vorn, ein wenig links erblickte man durch die Stämme von Wallnußbäumen und Palmen mehrere kleine Eilande, welche auf den blauen Wogen wie schmaragdne Knöpfe schimmerten. Selten hatte ich eines so reizenden Anblicks genossen; all unser Forschen aber nach dem Namen der Person, welche diese romantische Einsamkeit bewohnt hatte, war vergebens; keiner wußte seinen Namen, außer Dominique, sein Banquier, der sich nach Candia begeben hatte. Die Aussicht von diesem Sitze war, was man eine Vogelperspective nennen möchte. Eine Reihe üppiger Weingärten leitet das Auge zu dem Berge Calcla, der mit Oliven- und blühenden Myrtenbäumen bedeckt, auf seinem Gipfel einen alten Griechischen Tempel in majestätischen Ruinen trägt. Ein kleiner Fluß rauschte in mehrern Fällen von den Trümmern herab, bis er sich in dem Gebüsche am Fuße des Felsens verlor. […] Mehr lesen >>>


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Inzwischen senkte sich Es entstand ein tiefes Dunkel. Ein schwarzes Gewölbe rundete sich über dem Erdball, wie um ihn zu zerschmettern. Plötzlich durchzuckte ein […]
Königswürde August des Die durch die Königswürde vergrößerten Geldbedürfnisse Augusts veranlaßten ihn zu mehren Veräußerungen von Landgebieten und Rechten, so verkaufte er […]

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