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Jenna Schnörkels Drei-Flügel-Mäuse-Geheimnis.

Jenna Schnörkel's Three-Winged Mice Secret. English translation available * Find the path within your heart.

🐰 Fundstück auf dem Waldboden des Waldparks Blasewitz: Was du gleich liest, ist kein Kinderbuch und keine Anleitung zum Pilzesammeln. Es ist die Geschichte einer Abkürzung, die länger wurde als jeder Umweg. Zum Schutz der Beteiligten wurden Namen und Orte leicht verändert. Der Waldpark existiert. Die Mäuse existieren. Henry das Hippo existiert. Nur warum der Weg zu Roy Rabbit plötzlich drei Stunden dauerte, weiß niemand so genau wie der Waldpark selbst. Wenn du jetzt den Drang verspürst, eine Abkürzung zu nehmen, lass es. Wenn du jetzt den Drang verspürst, dein Lieblingsstofftier zu umarmen, tu es. Willkommen im Waldpark, wo jedes Kind ein bisschen mutiger wird, ob es will oder nicht.

Ich heiße Jenna Schnörkel. Ich bin neun. Ich habe wirre Haare und ein Knie, das immer blutet. Meine Mutter sagt, ich sei ein Wirbelwind. Mein Vater sagt, ich sei ein Wildfang. Ich sage, ich bin einfach schnell. Heute wollte ich zu Roy Rabbit. Roy ist mein bester Freund. Er wohnt drei Straßen weiter. Der normale Weg dauert zwanzig Minuten. Zu lang. Ich nehme die Abkürzung durch den Waldpark Blasewitz. Der Waldpark Blasewitz hat mehr Geheimnisse, als ich ahnte. Damals dachte ich, ich kenne ihn. Ich lag falsch.

Eine Abkürzung durch den Waldpark

Jenna Schnörkel war ein Mädchen wie kein anderes, ein wildes kleines Mädchen mit wirrem Haar und einer Tasche voller Unfug. Ihre wild gelockten Haare wehten ungebändigt im Wind, und ihre Knie trugen ständig neue Schrammen, Trophäen ihrer Abenteuer. Mit einem Rucksack, der wie eine mystische Truhe allerlei Schätze barg, war sie heute auf dem Weg zu ihrem besten Freund Roy Rabbit. Doch der gewöhnliche Weg langweilte sie. „Langweilig ist der Feind des Abenteuers", erklärte sie entschlossen und bog in den dichten Waldpark ein. Der Wald empfing sie mit offenen Armen. Die Bäume standen wie ehrwürdige Wächter Spalier, ihre Kronen bildeten ein schützendes Dach. Sonnenstrahlen durchbrachen das Laub und tanzten auf dem moosigen Boden. Jenna marschierte zielstrebig voran, doch die Geräusche der Natur um sie herum wurden allmählich leiser. Bald war nichts mehr zu hören außer dem leisen Rascheln der Blätter. Ein unheimlicher Frieden legte sich über den Wald. Mit einem Mal merkte Jenna, dass sie den Weg verloren hatte. Die Pfade, die sie zuvor gesehen hatte, schienen verschwunden, und die Bäume standen dichter als zuvor. Sie tastete hastig in ihrem Rucksack. „Henry? Henry, wo bist du?" Ihr geliebtes Spielzeug, Henry das Hippo, war nirgends zu finden. Panik stieg in ihr auf, und ihre Augen suchten hektisch die Umgebung ab. Ein plötzlicher Schatten über ihr ließ sie den Kopf heben. Eine kleine Maus mit drei Flügeln – zwei violett, einer in einem tiefen Lila – schwebte elegant zwischen den Zweigen. Sie trug ein lilafarbenes T-Shirt und musterte Jenna voller Neugier.

WISSENSWERTES: DER WALDPARK BLASEWITZ
Der Waldpark Blasewitz liegt am rechten Elbufer in Dresden, zwischen dem Blauen Wunder und dem Schloss Pillnitz. Auf 37 Hektar wachsen Buchen, Eichen, Ahorn und Linden. Über 300 Jahre alte Bäume stehen hier. Der Park wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und ist heute ein Landschaftsschutzgebiet. Im Waldpark leben Rehe, Füchse, Eichhörnchen, Spechte und viele Mäuse. Ein Netz aus schmalen Pfaden durchzieht das Gelände. Wer sich verirrt, findet immer zurück. Eigentlich. Die meisten jedenfalls.

Das Rätsel der Drei-Flügel-Mäuse

Ich zögerte nicht lange. Ich rannte der Maus hinterher. Die dichten Äste und Wurzeln schienen mich aufhalten zu wollen. Ich bahnte mir trotzdem meinen Weg. Nach einer Weile landete die Maus auf einem großen Stein. Zwei weitere Mäuse saßen dort. Eine trug goldene Flügel. Eine trug silberne. Alle drei sahen mich an. Die drei Mäuse waren keine gewöhnlichen Mäuse. Sie waren die Wächter des Waldparks.

„Wer bist du?", fragte ich atemlos. Die lilafarbene Maus sprach. Ihre Stimme klang sanft und streng zugleich. Sie sagte: „Wir sind die Drei-Flügel-Mäuse, Wächter dieses Waldes. Du bist hier verloren, kleines Mädchen. Wir können dir den Weg zeigen. Falls du würdig bist." Die anderen beiden Mäuse nickten. Dann begannen sie im Chor zu sprechen. Ihre Stimmen klangen wie der Wind in den Blättern.

Welches Haus kannst du essen, ohne dass es dich verschluckt?
Welcher Weg führt dich weiter, wenn er endet?
Was suchst du, obwohl es immer bei dir ist?

Ich ließ mich auf den Boden sinken. Meine Stirn lag in Falten. Die Rätsel klangen einfach. Die Mäuse beobachteten mich mit einem Blick, der mich verunsicherte. Die lilafarbene Maus hieß übrigens Lilu. Die goldene hieß Goldie. Die silberne hieß Silber. Ich wusste das damals nicht. Ich erfuhr es erst später. Goldie zwinkerte mir zu. Silber schwieg. Lilu wartete.

Schließlich hob ich den Kopf. Ich sagte: „Ein Lebkuchenhaus kann man essen. Ein Weg endet nur, wenn man aufhört, ihn zu suchen. Und Henry. Henry das Hippo. Ich suche ihn. Er ist bei mir. Immer in meinem Herzen." Die Mäuse klatschten mit ihren winzigen Pfoten. Lilu sagte: „Gut gemacht, Jenna Schnörkel. Du bist würdig. Folge uns, und wir bringen dich zu deinem Henry."

Die sprechenden Schatten im Wald

Die drei Mäuse führten mich tiefer in den Wald. Die Luft wurde kühler. Die Geräusche verstummten. Die Bäume standen enger zusammen. Ihre knorrigen Äste griffen nach mir. Der Boden war weich. Er war bedeckt von feuchtem Moos. Der Wald beobachtete mich.

Plötzlich flackerte ein Schatten über den Boden. Dann noch einer. Dann noch einer. Sie bewegten sich, obwohl kaum Sonne durch die Blätter drang. Ich rief den Mäusen hinterher: „Halt! Da stimmt etwas nicht!" Die Mäuse schwebten weiter. Sie hatten die Schatten nicht bemerkt. Ich blieb stehen. Mein Herz klopfte laut.

Die Schatten bewegten sich schneller. Sie tanzten um mich herum. Sie formten Gestalten. Eine Stimme flüsterte, tief und höhnisch: „Ein Mädchen im Wald. Ohne Plan. Ohne Mut. Ohne Ziel." Ich drehte mich um. Niemand war zu sehen. Ein anderer Schatten rief: „Sie ist nur ein Kind. Sie glaubt, ein Abenteuer erleben zu können." Die Stimmen kamen aus dem Nichts und von überall.

Ich ballte die Fäuste. Ich rief: „Wer seid ihr? Zeigt euch!" Meine Stimme zitterte. Sie klang mutiger, als ich mich fühlte. Ein großer Schatten antwortete: „Wir sind die Schatten der Zweifel. Wir wissen alles über dich, Jenna Schnörkel. Wir wissen, dass du verloren bist. Dass du Angst hast. Dass du nicht weißt, was du suchst." Die Schatten kamen näher. Sie wollten mich verschlingen.

Ich hielt stand. Ich sagte: „Ihr habt vielleicht recht. Ich habe Angst. Ich bin verloren. Aber das bedeutet nicht, dass ich aufgebe." Die Schatten zogen sich zurück. Ein Schatten, der wie ein verzerrtes Spiegelbild von mir aussah, fragte: „Du denkst, du bist mutig? Beweise es. Finde den Schatten, der zu dir gehört." Die Schatten kreisten. Sie wurden schneller. Sie wurden ein Strudel aus Dunkelheit.

Ich kniff die Augen zusammen. Ich suchte. Dann schloss ich die Augen. Ich flüsterte: „Ich brauche nicht zu sehen, um zu wissen, wer ich bin." Ich erinnerte mich an die Rätsel der Mäuse. An Henry. An meine Abenteuerlust. Ich sagte: „Mein Schatten gehört zu mir. Weil ich ihn geschaffen habe." Ich öffnete die Augen. Ein kleiner Schatten stand vor mir. Er war leise. Er war still. „Da bist du", sagte ich. Ich streckte die Hand aus. Der Schatten berührte meine Finger. Er verschwand. Die anderen Schatten lösten sich auf. Ein Flüstern fegte durch die Bäume. Die Stimmen klangen überrascht. Sie klangen respektvoll: „Du hast bestanden, Jenna Schnörkel." Der Wald wurde heller. Die Mäuse tauchten wieder auf. Lilu sagte: „Sehr beeindruckend. Die Schatten stellen sich nur denen in den Weg, die ihre eigenen Zweifel überwinden müssen. Du bist stärker geworden, Jenna." Ich lächelte. Ich folgte den Mäusen weiter. Ich war bereit für das nächste Abenteuer.

WISSENSWERTES: WARUM KINDER SCHATTEN FÜRCHTEN
Die Angst vor Schatten ist eine der ältesten Ängste der Menschheit. Sie sitzt tief in unserem Gehirn, im sogenannten limbischen System. Kinder fürchten Schatten, weil sie die Welt noch nicht vollständig verstehen. Sie können nicht immer unterscheiden, was real ist und was nicht. Die Psychologie nennt das magisches Denken. Es ist eine wichtige Entwicklungsstufe. Wer als Kind lernt, den eigenen Schatten zu erkennen, lernt auch, die eigenen Zweifel zu erkennen. Die Drei-Flügel-Mäuse wissen das. Deshalb stellen sie ihre Rätsel.

Das rätselhafte Labyrinth aus Wurzeln

Die Mäuse schwebten weiter. Ich folgte ihnen. Mein Mut war neu. Der Wald veränderte sich. Die Bäume standen so eng, dass ihre Äste wie verschlungene Finger ineinandergriffen. Der Boden war nicht mehr fest. Ein dichtes Netz aus Wurzeln überzog ihn. Die Wurzeln bewegten sich. Sie hatten ihren eigenen Willen. Goldie fragte: „Wohin führen wir sie jetzt?" Ihre Stimme klang neckend. Lilu antwortete: „Ins Labyrinth der Wurzeln. Sie muss beweisen, dass sie den Weg erkennt. Auch wenn es keinen gibt."

Meine Schritte wurden schwerer. Die Wurzeln zeigten in eine Richtung. Die Mäuse blieben stehen. Silber sagte: „Hier endet unser gemeinsamer Weg. Du musst allein weitergehen." Ich blickte auf die Wurzeln. Sie formten ein Labyrinth. Manche hoben sich. Andere senkten sich. Sie bewegten sich schnell. Kein klarer Weg war erkennbar.

„Wie soll ich da hindurchkommen?", fragte ich. Meine Stimme klang mutig. Meine Hände zitterten. Lilu erklärte: „Das Labyrinth antwortet nur denen, die zuhören." Dann verschwanden die Mäuse in den Baumwipfeln. Ich blieb allein zurück. Ich war umgeben vom lebenden Labyrinth. Ich schloss die Augen. Ich lauschte. Zuerst hörte ich das leise Knarren der Wurzeln. Es klang wie Flüstern. Je länger ich lauschte, desto klarer wurde die Melodie. Es war kein Lied, das man hören konnte. Es war eines, das man empfand. Die Wurzeln luden mich ein. Zu einem Rhythmus, der sich nur für mich bewegte.

Ich atmete tief ein. Ich begann, auf die Bewegungen zu reagieren. Mit vorsichtigen Schritten trat ich auf die Wurzeln. Sie bewegten sich unter meinem Gewicht. Statt mich zu behindern, schufen sie einen Pfad. Er entstand vor mir. „Das Labyrinth zeigt mir den Weg, wenn ich es verstehe", flüsterte ich. Schritt für Schritt bahnte ich mir meinen Weg. Ein falscher Schritt ließ die Wurzeln zucken. Ich korrigierte mich schnell. Ich fand den Rhythmus wieder. Dann öffnete sich das Labyrinth. Die Wurzeln zogen sich zurück. Vor mir lag eine kleine Lichtung. Auf ihr stand ein Baum. Sein Stamm war aus leuchtendem Gold. An einem Ast hing eine kleine Glocke. Ich trat vor. Ich läutete die Glocke. Der Ton war klar. Er war hell. Die Mäuse tauchten sofort wieder auf. Goldie sagte: „Du hast den Weg gefunden." Ihre Stimme klang respektvoll. „Das Labyrinth zeigt nur denen den Ausweg, die den Mut haben, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen."

Ich nickte. Meine Hände ruhten auf meinem Herzen. Ich sagte: „Ich habe gelernt, dass der Weg manchmal nicht sichtbar ist. Aber er zeigt sich, wenn man bereit ist, ihm zu vertrauen." Die Mäuse lächelten. Zumindest wirkte es so. Sie deuteten in die Ferne. Lilu sagte: „Deine Reise ist noch nicht vorbei. Folge uns zur nächsten Etappe."

WISSENSWERTES: DAS WOOD WIDE WEB
Bäume sprechen miteinander. Unter der Erde. Durch ihre Wurzeln. Sie tauschen Nährstoffe aus, Warnsignale und Informationen. Pilze, sogenannte Mykorrhiza, verbinden die Wurzeln benachbarter Bäume. Sie bilden ein Netzwerk. Die Wissenschaft nennt es Wood Wide Web. Eine Buche kann einer Eiche mitteilen, dass ein Sturm kommt. Eine Eiche kann einer Birke mitteilen, dass ein Schädling naht. Das Netzwerk ist älter als jeder Mensch. Es funktioniert ohne Worte. Es funktioniert mit chemischen Signalen. Das Labyrinth der Wurzeln in dieser Geschichte ist eine Erfindung. Aber es hat einen realen Kern.

Die Prüfung der honigsüßen Häuser

Die Mäuse führten mich durch einen Teil des Waldes. Er wurde dichter. Er wurde dunkler. Dann öffnete sich der Wald. Eine Lichtung lag vor mir. Sie war so übersinnlich, dass ich die Luft anhielt. Der Duft von Pfefferkuchen hing in der Luft. Süß und schwer. Vor mir standen Häuser. Ein Pfefferkuchenhaus mit Fenstern aus Zuckerglas. Ein Keks-Haus, das nach Butter und Vanille duftete. Ein Kuchenhaus, dessen Schornstein nach Schokolade und Sahne roch.

Mein Magen knurrte. Ich fragte vorsichtig: „Was passiert, wenn ich ein Stück probiere?" Goldie trat vor. Sie erklärte: „Diese Häuser sind keine gewöhnlichen Leckereien. Wer sie berührt, ohne gefragt zu werden, wird selbst ein Teil von ihnen. Ein ewiger Bewohner aus Zucker und Teig." Ich schauderte. Meine Hände zitterten. Ich zwang mich, die Häuser nur zu betrachten.

Statt zuzugreifen, klopfte ich an die Tür des Keks-Hauses. Es öffnete sich mit einem sanften Knistern. Eine Stimme sagte: „Kluges Mädchen. Hier ist, was du suchst." Eine Hand aus Zuckerguss reichte mir einen Keks. Er hatte die Form eines Herzens. Ich nahm ihn dankbar an. Ich biss hinein. Mein Hunger verschwand. Eine angenehme Wärme breitete sich in meinem Inneren aus. Die Mäuse flüsterten: „Du hast bestanden. Nun folge uns zum wahren Schatz."

Henry das Hippo und die magische Rückkehr

Die Mäuse brachten mich zu einer Höhle. Ihr Eingang war von Moos umrahmt. Von funkelnden Kristallen. Innen herrschte ein sanftes Leuchten. Es tauchte die Wände in Regenbogenfarben. Auf einem Podest in der Mitte lag Henry das Hippo. Sein blauer Stoff schimmerte. Er war mit Sternenstaub bestickt. Seine Knopfaugen blickten mich liebevoll an. Henry war nicht nur ein Stofftier. Henry war mein erster Freund. Henry hatte mir das Laufen beigebracht. Henry hatte mir das Sprechen beigebracht. Henry hatte immer zugehört. Wenn meine Eltern stritten. Wenn ich Angst hatte. Wenn ich einsam war. Henry war der einzige, der nie wegging. Bis heute. Bis jetzt.

Ich stürzte vor. Ich nahm Henry fest in die Arme. Ich fragte: „Warum bist du hier, Henry? Warum hast du mich allein gelassen?" Tränen rollten über meine Wangen. Silber trat vor. Sie sagte: „Henry war nie weg, Jenna. Aber du hast ihn nicht gesehen. Du hast zu sehr auf das geachtet, was dir fehlte. Manchmal müssen wir das, was wir haben, neu betrachten. Um es wirklich zu erkennen." Ich nickte. Ich drückte Henry noch fester. Ich flüsterte: „Danke." Die Mäuse nickten. Lilu sagte: „Dein Herz hat bewiesen, dass du würdig bist, Jenna Schnörkel. Der Wald wird dich gehen lassen."

WISSENSWERTES: WARUM STOFFTIERE WICHTIG SIND
Ein Stofftier ist mehr als ein Spielzeug. Es ist ein Übergangsobjekt. Der Psychologe Donald Winnicott prägte den Begriff. Ein Übergangsobjekt hilft Kindern, die Trennung von der Mutter zu verkraften. Es spendet Trost. Es gibt Sicherheit. Es ist ein Freund, der immer da ist. Studien zeigen, dass Kinder mit einem Übergangsobjekt besser mit Stress umgehen können. Sie sind mutiger. Sie sind selbstständiger. Henry das Hippo ist so ein Übergangsobjekt. Für Jenna. Für viele Kinder. Für viele Erwachsene auch. Manche behalten ihr Stofftier ein Leben lang.

Der Waldpark bei Nacht.

Die Mäuse führten mich nicht sofort hinaus. Sie sagten, ich müsse noch etwas sehen. Etwas Wichtiges. Der Tag neigte sich. Die Sonne stand tief. Die Schatten wurden länger. Wir gingen zurück durch das Labyrinth. Wir gingen zurück durch die Lichtung. Wir gingen zurück zur ersten Stelle, an der ich die Mäuse getroffen hatte. Der Stein war noch da. Die Bäume standen im Abendlicht. Dann wurde es dunkel. Schnell. Schneller, als ich dachte.

Der Waldpark bei Nacht ist ein anderer Waldpark. Die Bäume werden zu Silhouetten. Die Wege werden unsichtbar. Die Geräusche werden lauter. Ein Käuzchen rief. Ein Ast knackte. Ein Wind strich durch das Laub. Ich hielt Henry fest. Ich sagte: „Ich habe Angst." Lilu sagte: „Das ist gut." Ich fragte: „Warum?" Goldie sagte: „Weil du dann weißt, dass du lebst." Silber sagte nichts. Sie schaute nur in den Himmel.

Ich setzte mich auf den Stein. Henry saß auf meinem Schoß. Die Mäuse saßen neben mir. Wir schwiegen. Eine Weile. Dann sagte ich: „Es ist schön hier." Goldie sagte: „Ja." Lilu sagte: „Sehr schön." Silber sagte: „Schau." Ich schaute. Über uns standen die Sterne. Tausend. Millionen. Sie waren heller als in der Stadt. Sie waren größer. Sie waren näher. Ich fragte: „Warum sehe ich sie hier?" Silber sagte: „Weil der Waldpark keine Lichter hat. Und weil du jetzt still bist." Ich schwieg. Ich schaute. Ich zählte. Ich kam bis zwölf. Dann hörte ich auf. Ich hielt Henry. Ich hielt die Sterne. Ich hielt den Wald. Ich war glücklich. Zum ersten Mal seit langer Zeit.

Die Rückkehr des Hasen.

Am nächsten Morgen führten mich die Mäuse zum Waldrand. Ich trat hinaus. Die Sonne schien. Ich blinzelte. Vor mir lag ein kleiner Park. Auf einer Bank saß ein Junge. Er hatte lange Ohren. Er hatte ein weißes Fell. Er hatte eine Karotte in der Hand. Es war Roy Rabbit. Er wartete auf mich. Er sagte: „Du bist spät." Ich sagte: „Ich weiß." Er sagte: „Ich habe gewartet." Ich sagte: „Wie lange?" Er sagte: „Seit gestern." Ich sagte: „Tut mir leid." Er sagte: „Kein Problem." Ich setzte mich zu ihm. Ich erzählte ihm alles. Die Mäuse. Die Rätsel. Die Schatten. Das Labyrinth. Die Häuser. Henry. Roy hörte zu. Er aß seine Karotte. Er sagte nichts. Als ich fertig war, sagte er: „Du bist verändert." Ich sagte: „Ja." Er sagte: „Gut." Ich fragte: „Warum?" Er sagte: „Weil du jetzt ein bisschen mehr du bist."

WISSENSWERTES: WILDKANINCHEN UND FELDHASEN
Roy Rabbit ist ein Feldhase. Feldhasen sind größer als Wildkaninchen. Sie haben längere Ohren. Sie haben längere Beine. Sie leben über der Erde. Sie graben keine Baue. Sie sind Einzelgänger. Wildkaninchen leben in Kolonien. Sie graben Baue. Sie sind kleiner. Feldhasen können bis zu 70 km/h schnell laufen. Sie sind die schnellsten Säugetiere Europas auf kurzen Strecken. In Sachsen leben beide Arten. Im Waldpark Blasewitz sieht man sie selten. Aber sie sind da. Sie verstecken sich gut.

Das vergessene Rätsel.

Wochen später ging ich wieder in den Waldpark. Ich wollte die Mäuse besuchen. Ich wollte Danke sagen. Ich fand den Stein. Ich setzte mich. Ich wartete. Nach einer Stunde kamen sie. Lilu, Goldie, Silber. Sie schwebten aus den Bäumen. Sie sahen mich an. Lilu sagte: „Du bist zurück." Ich sagte: „Ich wollte Danke sagen." Goldie sagte: „Das hast du schon." Silber sagte: „Aber es gibt noch ein Rätsel." Ich fragte: „Welches?" Lilu sagte: „Das vergessene. Wir haben es dir nicht gestellt. Wir haben es aufbewahrt."

Sie sprachen im Chor:

Was wächst, wenn du es teilst?
Was schwindet, wenn du es hältst?
Was bleibt, wenn du gehst?

Ich dachte nach. Ich dachte lange nach. Ich dachte über Freundschaft nach. Ich dachte über Liebe nach. Ich dachte über Henry nach. Ich dachte über Roy nach. Ich dachte über meine Eltern nach. Ich dachte über mich nach. Dann sagte ich: „Freundschaft wächst, wenn du sie teilst. Angst schwindet, wenn du sie hältst. Liebe bleibt, wenn du gehst." Die Mäuse schwiegen. Dann klatschten sie. Goldie sagte: „Du hast es gelöst." Lilu sagte: „Beim ersten Versuch." Silber sagte: „Wir sind stolz auf dich." Ich lächelte. Ich war stolz auf mich.

Die Wächter des Waldes.

Ich fragte die Mäuse, wer sie sind. Ich fragte, woher sie kommen. Ich fragte, warum sie Flügel haben. Lilu sagte: „Wir sind die Wächter des Waldparks. Wir sind älter als die Bäume. Wir sind älter als die Menschen. Wir sind hier, seit der erste Baum wuchs." Ich fragte: „Warum drei?" Goldie sagte: „Weil drei besser sind als einer." Silber sagte: „Weil drei verschiedene Dinge sehen." Ich fragte: „Was seht ihr?" Lilu sagte: „Ich sehe das Herz." Goldie sagte: „Ich sehe den Mut." Silber sagte: „Ich sehe die Wahrheit." Ich fragte: „Und was seht ihr in mir?" Lilu sagte: „Ein Herz, das liebt." Goldie sagte: „Mut, der wächst." Silber sagte: „Wahrheit, die sich zeigt." Ich schwieg. Ich fühlte mich groß. Ich fühlte mich klein. Ich fühlte mich richtig.

Die Mäuse erzählten mir ihre Geschichten. Lilu war die Anführerin. Sie war ruhig. Sie war klug. Sie hatte schon tausend Kinder durch den Wald geführt. Goldie war die Verspielte. Sie liebte Streiche. Sie hatte einmal einem Bären die Nase gekitzelt. Silber war die Stille. Sie sprach wenig. Aber wenn sie sprach, hörten alle zu. Die drei waren Freunde. Sie waren Schwestern. Sie waren eins.

Die Nacht der Sternschnuppen.

Im August kam ich wieder. Es war die Nacht der Perseiden. Die Mäuse hatten mich eingeladen. Sie sagten, es sei etwas Besonderes. Wir saßen auf der Lichtung. Wir schauten in den Himmel. Der Himmel war klar. Die Sterne waren hell. Henry saß auf meinem Schoß. Roy war dabei. Er hatte eine Decke mitgebracht. Wir warteten.

Die erste Sternschnuppe kam um zehn Uhr. Sie zog eine Linie über den Himmel. Sie verschwand hinter den Bäumen. Goldie rief: „Wünsch dir was!" Ich schloss die Augen. Ich wünschte mir etwas. Ich wünschte mir, dass meine Eltern aufhören zu streiten. Ich wünschte mir, dass Roy immer mein Freund bleibt. Ich wünschte mir, dass die Mäuse nie verschwinden. Die zweite Sternschnuppe kam. Dann die dritte. Dann hundert. Der Himmel war voller Lichter. Er fiel auf den Wald. Er fiel auf uns.

Ich fragte Lilu: „Was wünschst du dir?" Sie sagte: „Nichts. Ich habe alles." Ich fragte Goldie. Sie sagte: „Eine Karotte so groß wie ein Baum." Ich fragte Silber. Sie sagte: „Dass du wiederkommst." Ich sagte: „Ich komme wieder." Silber sagte: „Ich weiß." Dann schwiegen wir. Wir schauten. Die Sterne fielen. Der Wald war still. Henry war warm. Ich war da.

WISSENSWERTES: DIE PERSEIDEN
Die Perseiden sind ein Meteorstrom. Sie treten jedes Jahr im August auf. Sie entstehen, wenn die Erde die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle kreuzt. Die Staubteilchen verglühen in der Atmosphäre. Sie erscheinen als Sternschnuppen. Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt. In einer klaren Nacht sieht man bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Der beste Zeitpunkt ist zwischen zwei und vier Uhr morgens. In Städten sieht man weniger. Auf dem Land sieht man mehr. Im Waldpark Blasewitz sieht man sehr viele.

Das Lied der Wurzeln.

Es war Herbst. Die Blätter fielen. Die Mäuse führten mich zu einer Stelle, die ich nicht kannte. Wir gingen an einem Bach entlang. Wir überquerten eine Wiese. Wir kamen zu einem alten Baum. Er war größer als alle anderen. Seine Wurzeln lagen frei. Sie krochen über den Boden. Sie sahen aus wie Arme. Lilu sagte: „Dies ist die Mutter des Waldes. Sie ist älter als die anderen. Sie hört alles. Sie erzählt alles." Ich fragte: „Kann ich sie hören?" Lilu sagte: „Versuch es."

Ich kniete nieder. Ich legte meine Hand auf eine Wurzel. Die Wurzel war warm. Sie war lebendig. Ich wartete. Zuerst hörte ich nichts. Dann hörte ich ein Summen. Es war tief. Es war langsam. Es war wie ein Lied. Ein Lied ohne Worte. Ein Lied ohne Melodie. Ein Lied aus Schwingungen. Ich schloss die Augen. Ich lauschte. Ich hörte eine Buche. Sie sagte einer Eiche, dass es bald regnen würde. Ich hörte eine Eiche. Sie sagte einer Birke, dass ein Reh vorbeikäme. Ich hörte eine Birke. Sie sagte einem Farn, dass der Winter nah sei. Der ganze Wald sprach. Er sprach unter der Erde. Er sprach ohne Worte. Er sprach in Bildern.

Ich öffnete die Augen. Ich war überwältigt. Ich fragte: „Kann ich das lernen?" Silber sagte: „Du lernst es gerade." Ich fragte: „Kann ich mit den Bäumen sprechen?" Lilu sagte: „Du sprichst schon. Mit jedem Schritt. Mit jedem Atemzug. Mit jedem Gedanken." Ich legte meine Hand wieder auf die Wurzel. Ich sagte: „Danke." Ich weiß nicht, ob die Bäume es hörten. Ich glaube ja.

Der Weg hinaus und die große Erkenntnis

Im Winter ging ich wieder in den Waldpark. Nicht, um Abenteuer zu erleben. Nur, um zu schauen. Die Bäume waren kahl. Der Schnee lag hoch. Henry saß in meiner Jackentasche. Roy war bei mir. Wir gingen durch den Wald. Wir fanden die Lichtung. Wir fanden den Stein. Wir fanden das Labyrinth. Es war erstarrt. Die Wurzeln lagen still. Die Mäuse waren nicht zu sehen. Ich rief. Keine Antwort. Ich wartete. Roy wartete. Der Schnee fiel. Dann hörte ich ein Flüstern. Ich drehte mich um. Lilu saß auf einem Ast. Sie war weiß geworden. Sie sah aus wie der Schnee. Sie sagte: „Du bist wiedergekommen." Ich sagte: „Ich habe es versprochen." Sie sagte: „Das freut mich."

Ich fragte sie, wo die anderen sind. Sie sagte: „Sie schlafen." Ich fragte, wann sie aufwachen. Sie sagte: „Im Frühling." Ich fragte, ob ich wiederkommen soll. Sie sagte: „Immer." Ich nahm Henry aus meiner Tasche. Ich zeigte ihn ihr. Ich sagte: „Er ist noch da." Sie sagte: „Natürlich." Ich sagte: „Danke." Sie sagte: „Wofür?" Ich sagte: „Für alles." Sie sagte: „Das hast du selbst gemacht." Ich sagte: „Ich weiß." Sie sagte: „Gut." Dann schloss sie die Augen. Sie schlief ein. Ich blieb noch einen Moment. Dann ging ich. Roy ging mit. Der Schnee fiel. Der Wald schwieg. Aber ich wusste, dass er nicht leer war. Er war voll. Voll von Wurzeln. Voll von Liedern. Voll von Geschichten. Voll von mir.

Was bleibt.

Ich heiße Jenna Schnörkel. Ich bin zehn geworden. Ich habe noch wirre Haare. Ich habe noch Schrammen an den Knien. Aber ich habe auch etwas anderes. Ich habe Henry. Ich habe Roy. Ich habe die Mäuse. Ich habe den Waldpark. Ich habe die Abkürzung genommen. Sie war lang. Sie war schwierig. Sie war die beste Abkürzung meines Lebens.

Manchmal, wenn ich in der Stadt bin, wenn der Lärm zu laut ist, wenn die Menschen zu viel reden, dann denke ich an den Waldpark. Ich denke an die Sterne. Ich denke an das Lied der Wurzeln. Ich denke an Lilu, Goldie und Silber. Ich denke an das Labyrinth. Ich denke an den Schatten, der zu mir gehört. Dann wird es ruhig in mir. Dann weiß ich, dass ich immer einen Weg finde. Auch wenn keiner sichtbar ist. Auch wenn alle sagen, es gibt keinen. Ich finde ihn. Der Wald hat es mir beigebracht. Henry hat es mir beigebracht. Die Mäuse haben es mir beigebracht. Ich bin Jenna Schnörkel. Und ich habe ein Geheimnis. Ich kenne den Weg. Im Waldpark. Und in mir.


Mit den besten Wünschen und einer Handvoll Märchenstaub,
Ihr Schreiberling fantastischer Reisen und Entdecker der Schattenwege.

uwR5


Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von den verschlungenen Pfaden des Lebens und den verborgenen Rätseln im Schatten der Zeit.
Wikipedia: Waldpark Blasewitz
Wikipedia: Wood Wide Web
Wikipedia: Perseiden
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Verwendete Hilfsmittel / Methodik:
Um das Flüstern der Wurzeln in lesbare Sätze zu verwandeln und die Rätsel der Drei-Flügel-Mäuse auf Papier zu bannen, bediente sich die Verfasserin folgender irdischer und transzendentaler Werkzeuge:
Wenig KI-generierter Inhalt aber viel EU-Transparenzpflicht Hinweis: Diesen Text raunte mir ein unsichtbarer Gehilfe aus dem Reich der Algorithmen zu, von Waldluft getauft, von eigener Hand gebändigt und mit folgenden Artefakten veredelt:

🔍 Das allgegenwärtige Google-Orakel offenbarte die Spuren durch den Waldpark und die Archive der Märchen.
📜 Papyrus Autor, Version 11.09d Win64 vom 16.5.2023, mein digitaler Begleiter, übersetzte sächsisches Rohmaterial in deutsche Hochsprache.
🐹 Ein Hase namens Roy, der auf einer Bank saß und auf mich wartete.
🐀 Drei Mäuse mit Flügeln, die Rätsel stellten und Geduld bewahrten.
🐟 Ein Hippo namens Henry, das in einer Kristallhöhle herumlungerte und auf mich wartete.
🍂 Ein Pfefferkuchenhaus, das nach süßem Unheil roch und niemanden verschonte.
🔮 Ein Schatten, der zu mir gehörte, weil ich ihn geschaffen hatte.

So ward aus einer Abkürzung ein Abenteuer, aus einem verlorenen Hippo ein Freund, und aus einem wilden Mädchen ein bisschen mehr Jenna.

Jenna Schnörkel im Waldpark Blasewitz

Jenna Schnörkel

Ein wildes Mädchen mit wirren Haaren, einem Rucksack voller Schätze und einem Hippo namens Henry. Sie hat den Waldpark Blasewitz durchquert und dabei gelernt, dass der Weg manchmal nicht sichtbar ist, aber sich zeigt, wenn man ihm vertraut.

Mausi im lila Shirt im Waldpark Blasewitz

Lilu, Goldie und Silber

Die drei Wächter des Waldparks. Lilu trägt violette Flügel und sieht das Herz. Goldie trägt goldene Flügel und sieht den Mut. Silber trägt silberne Flügel und sieht die Wahrheit. Sie stellen Rätsel, die jedes Kind zum Nachdenken bringen.

Der Weg aus dem Waldpark Blasewitz

Der Weg aus dem Wald

Der Weg hinaus ist der Weg hinein. Man muss nur den Mut haben, das Labyrinth der Wurzeln zu durchqueren, den Schatten zu finden, der zu einem gehört, und das Pfefferkuchenhaus zu grüßen, bevor man beißt.

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Wolken, bleierner Dichtheit Wolken über der Stadt, stumm entschwindet die Nacht, bleierner Dunstkreis verdrängt die Dunkelheit, dumpfe Laute zerfressen das Schweigen des Am Morgen. Bei jedem Schritt knirscht der Niederschlag unter den Halbschuhen. Das Frostwetter beißt und zwickt, es ist kalt, es ist […]
Die Bäume und des Waldes Mich jammert der Wald der Baumgeister, du armer, armer Stern, geschaffen einst wie alle andern Welten, daß dein Geschlecht dies möge Gott, dem Herrn die Treppe hinab, frei durch den Wald durch Liebessinn und Liebestat vergelten. Nun wartet er von Anbeginn der Zeit in beeindruckende […]
Und seine Tante Polly mit Miß Watson und ihrem Testament habe Tom ganz recht, die habe den Jim freigelassen und so war's denn wahrhaftig wahr - Tom Sawyer hatte sich und uns allen die Mühe und Not gemacht, nur um einen alten Bürger freizumachen - der schon frei war! Und nun verstand ich auch erst, wie sich […]

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Und zauberhafter zeigt sich das Gartens bunte Pracht, und höher wächst das Staunen ob Faustus Wundermacht. Jetzt lockt sogar vom Kirschbaum die Feige, saftig weich; und Datteln trägt der Birnbaum, wenn Faustus winkt, sogleich. Weh, wer vom Pfad des Schönen ablenkt und irre […]

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Das lautet all'

das muß ich sagen!" meinte einer. Gut, was sollten Sie vor allem wissen? Nur wenige Jahre nach Luthers Thesenanschlag in Wittenberg 1517 breitete sich das reformatorische Gedankengut auch in die Oberlausitz aus. Auch der König wandte sich mit scharfen Mandaten gegen die […]