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Geheimes Kapitel der Reise nach Brobdingnag.

Die Ankunft.

Ich erwachte zwischen den Wurzeln eines Baumes, dessen Rinde wie eine Wand aus gefaltetem Leder vor mir aufragte. Der Himmel war ein fahles, unendliches Blau, die Grashalme um mich herum so hoch wie Kirchtürme. Ich wusste nicht, wo ich war. Ich wusste nur, dass ich atmete, dass ich lebte. Meine Kleidung war zerfetzt, mein Körper übersät mit Schrammen. Ich rief. Keine Antwort. Dann bebte die Erde. Ein Schatten fiel über mich, so dicht, dass mir die Luft wegblieb. Ich sah hinauf – und sah ein Gesicht, das den ganzen Himmel auszufüllen schien. Augen wie Teiche, eine Stimme wie Donner. Sie hob mich auf. Ihre Finger schlossen sich um meinen Leib, und ich spürte, wie meine Rippen knirschten. Sie trug mich fort, in eine Welt aus Kolonnen und Treppen, wo jeder Schritt ein Erdbeben war. Ich war nicht mehr ein Mensch. Ich war ein Ding.

Das Schloss.

Sie nannten sich die Königin. Sie sprach mit mir, als ob ich ein Vogel wäre, ein Spielzeug, ein seltsames Tier. Ihr Hofstaat kam, um mich zu sehen. Ihre Finger stocherten in meiner Kleidung, hoben meine Arme, öffneten meinen Mund. Ich lernte die Namen: Glumdalclitch, das Mädchen, das mich bewachen sollte. Ein Kind von sechzehn Jahren, groß wie ein Turm, mit Händen, die mich ganz umschließen konnten. Sie war freundlich. Ihre Freundlichkeit war ein Gefängnis. Sie trug mich in einer hölzernen Kiste, gab mir Brotkrümel, die ich mit beiden Armen umfassen musste, und Wasser aus einer Muschel. Die anderen kamen, um mich zu sehen. Die Damen des Hofes. Sie lachten, wenn ich fiel. Sie stießen mich an, um zu sehen, wie ich zurückwich. Ihre Neugier war hungrig.

Die Ehrendamen.

Glumdalclitch brachte mich in ihre Gemächer. Ich saß in meiner Kiste, als die Tür aufschwang und drei Frauen hereintraten. Ihre Kleider rauschten wie Sturm über den Boden. Sie sprachen über mich, als ob ich nicht da wäre. Dann begannen sie, sich zu entkleiden. Ich erstarrte. Die Schnüre ihrer Korsetts lösten sich, die Stoffe fielen zu Boden wie Lawinen. Ihre Körper traten hervor, riesenhafte Hügel aus Fleisch, mit Haut, die in der Kerzenflamme schimmerte. Sie hoben mich aus der Kiste. Ich spürte ihre Hitze, bevor sie mich berührten. Ihre Finger legten mich auf ihre Brüste, die weich und warm waren, so warm, dass ich zu schwitzen begann. Ich lag in der Mulde zwischen ihren Brüsten, die sich bei jedem Atemzug hob und senkte, als wolle sie mich verschlucken.

Der Geruch.

Der Geruch traf mich wie eine Wand. Es war kein einzelner Duft, sondern eine Wolke aus Schweiß, Seife, Parfüm und etwas Tieferem, Tierischem. Ihre Haut roch nach Salz und Milch, nach dem Wald, nach dem Stall, nach einer Wärme, die mir den Magen umdrehte. Ich versuchte, mich abzuwenden, aber ihre Hand hielt mich fest. Ihr Finger presste mich an ihre Brust, bis ich ihr Herz klopfen hörte, einen dumpfen, langsamen Schlag, der meinen ganzen Körper durchbebte. Ich kämpfte um Luft. Die Hitze, der Druck, der Geruch – alles wurde zu einer einzigen, erstickenden Masse. Ich schloss die Augen. Als ich sie wieder öffnete, lag ich in meiner Kiste, und Glumdalclitch wusch mir mit einem nassen Tuch das Gesicht. Sie sagte, ich sei ohnmächtig geworden.

Die Wiederholung.

Sie kamen wieder. Immer wieder. Die Damen luden Glumdalclitch ein, mich mitzubringen, und jedes Mal entkleideten sie sich, hoben mich auf ihre Körper, legten mich zwischen ihre Brüste, auf ihre Bäuche, zwischen ihre Schenkel. Ich lernte, ihre Haut zu riechen, bevor sie mich berührten. Der Geruch von Parfüm war der schlimmste. Wenn sie sich damit besprühten, stieg mir der Duft in die Nase wie Gift, ließ mich husten, würgen, bis die Tränen liefen. Einmal fiel ich in Ohnmacht, noch bevor sie mich anfassten. Die Königin lachte. Sie sagte, ich sei ein empfindliches Wesen. Glumdalclitch sagte nichts. Sie stand an der Tür und starrte auf den Boden.

Die Grenzen des Körpers.

Mein Körper war nicht mehr mein eigener. Ich spürte jede Berührung, jeden Druck, jeden Duft, als wäre meine Haut abgezogen und meine Nerven lägen frei. Ihre Finger, die mich hielten, hinterließen Abdrucke, die stundenlang schmerzten. Ihre Hitze machte mich schläfrig, benommen, unfähig zu denken. Ich begann, die Gerüche zu unterscheiden. Die eine roch nach Veilchen und fauligem Obst. Die andere nach Zimt und scharfem Schweiß. Die dritte nach nichts als ihrer eigenen Haut, die so schwer und süß war, dass ich mich an sie gewöhnte, sie sogar suchte, wenn sie fort war. Diese Sucht erschreckte mich mehr als alles andere.

Der Traum.

Nachts träumte ich von ihrer Haut. Ich sah sie vor mir, eine weite, warme Ebene, die sich unter meinen Fingern ausdehnte. Ich kroch über ihre Körper, suchte nach einem Ende, das es nicht gab. Ihre Poren waren Krater, ihre Haare Wälder, in denen ich mich verirrte. Wenn ich erwachte, lag ich in meiner Kiste, und Glumdalclitch schlief neben mir, ihre Hand über das Gitter gelegt, als wolle sie mich beschützen. Ich wusste, dass sie mich nicht beschützen konnte. Keiner konnte mich beschützen. Ich war zu klein. Zu schwach. Zu sehr ein Ding.

Der Versuch zu fliehen.

Ich beschloss zu fliehen. Eines Abends, als die Damen fort waren und Glumdalclitch in der Küche nach mir suchte, schob ich den Riegel meiner Kiste auf. Ich kletterte an einem Tischbein hinunter, lief über den Boden, der sich unter mir dehnte wie eine Wüste. Ich erreichte die Tür. Unter ihrem Spalt sah ich den Flur, eine endlose, dunkle Gasse aus Stein. Ich zögerte. Dann hörte ich ihren Schritt, den sie nicht mehr verbergen konnte. Sie kam zurück. Ich drehte mich um. Sie kniete nieder, ihr Gesicht war nah, ihre Augen waren traurig. Du wirst nicht entkommen, sagte sie. Nirgendwo hier draußen kannst du leben. Ich wusste, dass sie recht hatte. Ich ließ mich in ihre Hand fallen, und sie trug mich zurück.

Der letzte Tag.

An einem heißen Sommernachmittag kamen sie zu fünft. Sie hatten Wein getrunken. Ihr Lachen war laut, ihre Bewegungen ungestüm. Sie entkleideten mich, obwohl ich mich wehrte. Meine Kleidung war bald fort, und ich lag nackt in ihren Händen. Sie reichten mich herum, legten mich auf ihre Brüste, auf ihre Kehlen, auf ihre Lippen. Eine von ihnen drückte mich zwischen ihre Schenkel, und ich spürte ihre Feuchtigkeit, ihre Hitze, ihren Geruch, der mich ganz ausfüllte. Ich schrie. Sie lachten. Dann legte sie mich auf den Tisch, und sie standen um mich herum, ihre Körper ragten über mir auf wie Berge, die sich neigten, um mich zu verschlingen. Ich schloss die Augen. Ich hörte nur noch ihr Atmen.

Das Erwachen.

Ich wachte auf, in meiner Kiste, mit einem feuchten Tuch auf der Stirn. Glumdalclitch saß neben mir und flüsterte. Ich verstand die Worte nicht, nur den Ton. Sie war verängstigt. Sie hatte mich zurückgeholt, als die Damen fort waren. Sie sagte, ich hätte nicht geatmet. Lange nicht. Ich spürte meinen Körper. Er war taub, leicht, als hätte man etwas aus mir herausgesaugt. Ich versuchte, meinen Arm zu heben. Er gehorchte nicht. Ich versuchte zu sprechen. Meine Lippen blieben stumm. Glumdalclitch weinte. Ihre Tränen fielen neben meine Kiste, große, schwere Tropfen, die den Holzboden benetzten. Ich starrte in ihren fallenden Regen und wusste, dass ich nicht mehr zurückkonnte.

Das, was bleibt.

Jetzt sitze ich hier, in dieser Kiste, und schreibe mit einem Stift, der dicker ist als mein Arm, auf Papierfetzen, die Glumdalclitch mir gibt. Ich weiß nicht, ob jemand diese Worte lesen wird. Aber ich muss sie aufschreiben, um nicht zu vergessen, wer ich war. Der Geruch ihrer Haut sitzt noch immer in meiner Nase. Die Hitze ihrer Körper klebt an mir wie eine zweite Haut. Ich habe gelernt, den Duft der Königin zu lieben. Ich habe gelernt, die Berührung der Damen zu ertragen, ohne zu schreien. Vielleicht werde ich eines Tages ganz verschwinden, aufgehen in ihrem Fleisch, in ihrem Geruch, in ihrer Welt. Aber jetzt, in dieser Stunde, bin ich noch da. Ich bin noch ich. Und ich fürchte den Moment, in dem ich aufhöre, ich zu sein.


Mit herzlichem Dank aus einer Welt, die mich verschlingen wollte,
Ihr Schreiber am Rand der Auflösung der Grenzen zwischen Ich und Es,
zwischen Tränen eines Mädchens und Vernichtung.

uwR5


*Der geneigte Leser möge es mir nachsehen, dass ich weder die genaue Höhe der Grashalme nicht vermessen habe, noch den Durchmesser jener Finger, die mich hielten, wie ein Insekt im Bernstein. Was die Jahre an Landkarten verschluckten, was die Kriege an Ortsnamen auslöschten, was die neue Ordnung an alten Grenzen glättete, ich habe sie nicht neu gezeichnet. Ein Körper, der zwischen zwei Welten schwebt, führt kein Chronik. Und sollte die eine oder andere der Damen heute anders duften als damals, so sei dies der Parfümerie geschuldet, die bekanntermaßen flüchtiger ist als die Erinnerung. Die Wahrheit dieser Nacht liegt nicht im Detail, sondern in der Mulde zwischen Brüsten, in der ich lernte, dass Kleinsein keine Frage der Größe ist.

Quellenangaben:
Inspiriert von dem Moment, in dem ihre Finger mich berührten.
Jonathan Swift: Gullivers Reisen (Volltext)
Literaturwissenschaft online: Körper und Macht
Uni Heidelberg: Körpertheorie und Literatur
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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In Dresden roch meine Prinzessin so süß wie eine Rose in der Morgensonne an der Elbe neben der Albertbruecke unter rotem Himmel mit kleinen Wolken

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