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Zwerge Anblick Ring Schiffsmannschaft Feldbett

19.03.2010 - ToxicStudios Webdesign & Webhosting

Reise nach Brobdingnag - Achtes Kapitel 3

Der Anblick so vieler Zwerge

Alles, was ich tat, blieb erfolglos; ich fühlte jedoch, wie meine Schachtel sich weiterbewegte. Nach einer Stunde stieß die Seite, wo die Klammern waren, gegen etwas Hartes. Ich besorgte, dies sei ein Felsen, denn ich wurde heftiger als jemals erschüttert. Dann hörte ich auf dem Deckel meines Zimmers ein deutliches, wie von einem Taue herrührendes Geräusch und vernahm das Schaben, als es durch den Ring gezogen wurde. Darauf wurde ich allmählich um vier Fuß höher emporgehoben. Ich steckte daher noch einmal meinen Stock mit dem Schnupftuche heraus und rief um Hilfe, bis ich beinahe heiser war. Als Antwort vernahm ich ein dreimaliges lautes Hurrarufen, das mich in solches Entzücken versetzte, wie es nur jemand begreifen kann, der ähnliches gefühlt hat. Jetzt hörte ich auch ein Getrampel über meinem Haupte, und jemand rief auf englisch mit lauter Stimme durch das Loch: Wenn jemand unten ist, so mag er's sagen. Ich antwortete: Ich sei ein Engländer, der durch Mißgeschick in das größte Unglück geriet, das jemals ein Mensch ertragen habe; ich bäte bei allem, was heilig sei, mich aus dem Loch, worin ich mich befinde, zu befreien. Die Stimme erwiderte: Ich sei in Sicherheit, denn meine Schachtel sei an einem Schiffe befestigt, der Zimmermann werde sogleich kommen und ein Loch in den Deckel sägen, das groß genug sein werde, mich herauszuziehen. Da sagte ich, dieses sei nutzlos und werde zu viel Zeit kosten; man brauche nichts weiter zu tun, als daß einer der Schiffsmannschaft seinen Finger in den Ring stecke, die Schachtel so in das Schiff bringe und in der Kajüte des Kapitäns niedersetze. - Als nun die Matrosen von mir diese sonderbaren Worte hörten, glaubten einige, ich sei verrückt, und andere lachten laut auf. Es war mir auch wirklich nicht eingefallen, daß ich mich unter Leuten meines Wuchses und meiner Stärke befinde. Der Zimmermann kam, sägte in wenigen Minuten einen ungefähr vier Quadratfuß breiten Durchgang in den Deckel und ließ eine kleine Leiter hinunter, die ich bestieg; von dort wurde ich in elendem Zustande auf das Schiff gebracht.

Die Matrosen staunten sämtlich und legten mir eine Menge Fragen vor, die ich jedoch keine Lust hatte zu beantworten. Ich staunte gleichfalls über den Anblick so vieler Zwerge, denn dafür hielt ich sie, weil meine Augen an die ungeheuren Dinge, die ich verlassen, so lange gewöhnt gewesen waren. Allein der Kapitän, Herr Thomas Wilcock, ein rechtlicher und braver Mann aus Shropshire, führte mich in die Kajüte. Als er bemerkte, daß ich einer Ohnmacht nahe sei, gab er mir einen Stärkungstrank und ließ mich auf sein eigenes Bett legen, damit ich Ruhe hätte, deren ich sehr bedurfte. Bevor ich einschlief, erklärte ich, in meiner Schachtel befänden sich mehrere Möbel von Wert, deren Verlust zu bedauern sein würde; eine schöne Hängematte, ein treffliches Feldbett, zwei Stühle, ein Tisch und ein Schrank; mein Zimmer sei an allen Seiten mit Kattun und Seide bespannt oder vielmehr gepolstert; wenn er die Möbel von einem Matrosen in die Kajüte bringen lasse, so würde ich sie vor seinen Augen öffnen und ihm meine Seltenheiten zeigen. Der Kapitän glaubte, als er von mir diese Albernheiten hörte, ich sei toll; er versprach jedoch, wahrscheinlich um mich zu beruhigen, er würde meinen Wünschen gemäß Befehle erteilen. Dann ging er aufs Verdeck und schickte einige seiner Leute in mein Zimmer, die dann, wie ich nachher fand, alle meine Besitztümer herausnahmen und die Polster abrissen. Da Stühle, Schrank und Bettstelle an dem Fußboden festgeschraubt waren, erlitten diese durch die Unwissenheit der Matrosen, die sie mit Gewalt losrissen, viel Schaden. Dann hieben sie einige Bretter zu Zwecken ihres Schiffes ab, und als sie alles, was sie wollten, genommen hatten, versenkten sie den Rumpf in die See, der dann auch wegen der vielen auf dem Boden und den Seiten eingerissenen Löcher sogleich unterging. Es war mir auch wirklich lieb, daß ich kein Zuschauer der von ihnen angerichteten Verwüstung war; ich würde darüber sicherlich sehr betrübt gewesen sein, weil ich mich an Dinge hätte erinnern müssen, die ich gern vergessen hätte.

Ich schlief einige Stunden und träumte fortwährend von dem Lande, das ich verlassen, und von den Gefahren, die ich kürzlich bestanden hatte. Als ich er wachte, fühlte ich mich jedoch sehr gestärkt. Es war acht Uhr abends, und der Kapitän ließ sogleich das Abendessen auftragen, denn er glaubte, ich habe schon zu lange gefastet. Er bewirtete mich mit vieler Artigkeit und sah, daß ich weder wilde Blicke umherwarf, noch daß ich unzusammenhängend redete. Als wir nun allein waren, bat er mich, ihm einen Bericht von meinen Reisen zu geben und zu erzählen, wie es gekommen sei, daß ich in jener ungeheuern Kiste ins Meer gesetzt worden wäre. Er sagte: Ungefähr um zwölf Uhr mittags habe er sein Fernrohr zur Hand genommen und etwas in der Ferne bemerkt, das ihm wie ein Segel erschienen sei; er habe darauf zusteuern wollen, da die Richtung nicht sehr weit aus seinem Kurse lag, um Zwieback zu kaufen, weil der seinige zu mangeln anfange. Als er nun näher gekommen sei, habe er seinen Irrtum erkannt und sein langes Boot ausgesetzt, um zu sehen, was es sei; seine Leute aber wären erschreckt zurückgekehrt und hätten geschworen, es sei ein schwimmendes Haus. Er habe über ihre Dummheit gelacht und selbst das Boot bestiegen, nachdem er seinen Leuten befohlen, ein starkes Tau mitzunehmen. Da das Wetter ruhig war, sei er mehreremal um das Gebäude herumgerudert und habe so meine Fenster mit den Eisenstäben entdeckt und dann die zwei starken Krampen auf der Seite ohne Fenster. Er habe darauf seinen Leuten befohlen, an diese Seite hinzurudern, ein Tau an eine Krampe zu befestigen und so meine Kiste, wie sie die Schachtel nannten, zum Schiffe hinzuziehen. Als sie dort angekommen sei, habe er ein anderes Tau im Ringe auf dem Deckel befestigen und die Kiste mit Rollen in die Höhe heben lassen, allein seine ganze Mannschaft habe nicht vermocht, diese höher als drei Fuß aufzuwinden. "Wir sahen", sagte der Kapitän, "Ihren Stock mit dem Schnupftuch aus dem Loche hervorragen und schlossen daraus, irgendein Unglücklicher müsse in der Höhlung eingeschlossen sein." Ich fragte, ob er oder seine Leute das erstemal, als sie mich entdeckten, wunderbar große Vögel in der Luft gesehen hätten. Er antwortete: Während ich schlief, habe er die Angelegenheit mit den Matrosen besprochen, und einer von ihnen habe drei Adler nach Norden fliegen sehen, zu derselben Zeit, als man meine Schachtel entdeckte; der Matrose hatte jedoch über die außerordentliche Größe dieser Vögel nichts bemerkt. Der Grund, weshalb der Matrose sich getäuscht hatte, mußte in der ungeheuern Entfernung liegen, in der die Vögel flogen, und der Kapitän konnte natürlich die Bedeutung der Frage nicht verstehen. Dann fragte ich ihn, wie weit wir nach seiner Berechnung vom Lande entfernt wären. Er antwortete, nach der genauesten Berechnung wenigstens fünfzig Stunden. Ich gab ihm die Versicherung, er müsse sich wenigstens um die Hälfte irren, denn ich habe das Land, woher ich gekommen sei, höchstens zwei Stunden vor meinem Niederfallen in das Meer verlassen. Hierauf glaubte der Kapitän wiederum, daß mein Kopf verwirrt sei; er gab mir hierüber einen Wink und zugleich den Rat, ich möge in die für mich bereitete Kajüte gehen. Allein ich versicherte ihm, seine gute Bewirtung und Unterhaltung habe mich vollkommen erfrischt, und ich sei so gut bei Verstande wie jemals in meinem Leben. Dann wurde er ernst und fragte mich offen, ob mir der Verstand durch das Bewußtsein eines ungeheuren Verbrechens, wofür ich auf Befehl eines Fürsten durch Aussetzung in einer Kiste bestraft worden, nicht verwirrt worden sei; man zwinge ja in anderen Ländern schwere Verbrecher, mit einem beschädigten Fahrzeug, ohne Lebensmittel, in die See zu stechen. Es werde in dem Falle ihm zwar leid tun, einen so bösen Mann in sein Schiff aufgenommen zu haben, er gebe mir jedoch sein Wort, im ersten Hafen, wo wir anlangten, mich sicher an das Ufer zu setzen. Er fügte hinzu, sein Verdacht sei durch mehrere alberne Dinge, die ich den Matrosen und dann ihm selbst in bezug auf die Kiste gesagt hätte, sowie durch meine sonderbaren Blicke und mein Benehmen während des Abendessens gestiegen.

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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Bekenntnisse junge Freier hinterm Schleier.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Du hast mir oft davon erzählt, Wie hübsch du schon als Kind gewesen, Wie böse Krankheit dich gequält, Und wie du langsam nur genesen. Bald kamen in dein Elternhaus In Unzahl alt' und , Du aber schlugest jeden aus Und nahmst sogar beinah den Schleier. Nicht Einer konnte sich erfreun Auch nur der kleinsten Gunstbezeigung. Du wolltest nicht dein Herz zerstreun, Du spieltest nicht mit deiner Neigung ... Ich hör' dich gern, ich horche stumm Auf deine holde Kindersage, Wie auf der Biene süß Gesumm An einem schönen Sommertage. Quelle: Vermischte Gedichte Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH […]

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Tobt der Kampf von ein Paar wackren Rittern.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Doch ho, was hör ich dort in jenem fernen Haine Für ein betäubendes Geschrei, Ha, laßt uns sehen, was es sei. Beleuchtet von der Luna falbem Scheine Tobt dort der Kampf von ein Paar wackren Rittern. Die Großformen der Küsten im südlichen Bereich der Ostsee formten sich durch die Littorina-Transgression vor etwa 7000 bis 2500 Jahren. Vor zirka 5.000 Jahren erreichte der Meeresspiegel sein heutiges Niveau und der Dornbusch und zwei weitere Inselkerne wurden zu Inseln. Vor 4500 Jahren wurde der Salzwasserzustrom aus der Nordsee stark eingeschränkt. Die Ostsee süßt seitdem langsam aus. Durch die Küstenerosion (Landabtragung, Verdriftung und Ablagerung) erlangten die damaligen Inseln im Laufe der Zeit ihre heutige Gestalt. So wurden die ehemaligen drei Inselkerne durch Anschwemmungen miteinander verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees im Bereich des Toten Kerls zweimal 60.000 m³ Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Im Durchschnitt verliert die Kliffkante des Dornbusch etwa 30 cm jährlich. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 m³ ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. Die an der Nordspitze abgetragenen Landmassen werden an der Südspitze und an der Ostseite zum Schaproder Bodden wieder angespült. So entstanden an der Südspitze der Gellen und auf der Ostseite die beiden geologisch sehr jungen Sandhaken, der Landzungen Alter Bessin und Neuer Bessin. Der Alte Bessin begann sich vor etwa 300 bis 400 Jahren herauszubilden und war schon Mitte des 19. Jahrhunderts über drei Kilometer lang. Seit damals ist er kaum noch gewachsen. Dagegen wächst der um 1900 entstandene benachbarte Neue Bessin jährlich um 30 bis 60 Meter und erreicht auch schon eine Länge von drei Kilometern. Inzwischen ist ein dritter Bessin im Entstehen. Auch die Südspitze wächst als sogenanntes Windwatt weiter in den Bodden. Die Ostsee süßt seitdem langsam aus. Durch die Küstenerosion (Landabtragung, Verdriftung und Ablagerung) erlangten die damaligen Inseln im Laufe der Zeit ihre heutige Gestalt. So wurden die ehemaligen drei Inselkerne durch Anschwemmungen miteinander verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees im Bereich des Toten Kerls zweimal 60.000 m³ Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Im Durchschnitt verliert die Kliffkante des Dornbusch etwa 30 cm jährlich. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 m³ ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. Die an der Nordspitze abgetragenen Landmassen werden an der Südspitze und an der Ostseite zum Schaproder Bodden wieder angespült. So entstanden an der Südspitze der Gellen und auf der Ostseite die beiden geologisch sehr jungen Sandhaken (Landzungen) Alter Bessin und Neuer Bessin. Der Alte Bessin begann sich vor etwa 300 bis 400 Jahren herauszubilden und war schon Mitte des 19. Jahrhunderts über drei Kilometer lang. Seit damals ist er kaum noch gewachsen. Dagegen wächst der um 1900 entstandene benachbarte Neue Bessin jährlich um 30 bis 60 Meter und erreicht auch schon eine Länge von drei Kilometern. Inzwischen ist ein dritter Bessin im Entstehen. Auch die Südspitze wächst als sogenanntes Windwatt weiter in den Bodden. Dieser überließ es dem König von Dänemark, alle zur Bewältigung des Widerstandes in Schleswig-Holstein dienlichen Mittel zu gebrauchen und gestattete die Einführung einer alle Staaten der dänischen Monarchie umfassenden Erbfolgeordnung. […]

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