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19.03.2010 - ToxicStudios Webdesign & Webhosting

Reise nach Liliput - Fünftes Kapitel 2

Drei Wochen nach meiner Tat langte eine feierliche Gesandtschaft von Blefuscu mit dem demütigen Anerbieten eines Friedens an.

Dieser wurde auch in kurzem unter sehr günstigen Bedingungen für Liliput abgeschlossen, womit ich aber hier den Leser nicht langweilen will. Die Gesandtschaft bestand aus sechs Gesandten mit einem Gefolge von ungefähr fünfhundert Personen. Ihr Einzug war prächtig und der Größe ihres Herrn sowie der Wichtigkeit ihres Geschäftes angemessen. Als der Traktat abgeschlossen war, wobei ich ihnen mehrere bedeutende Dienste durch das Ansehen erwies, das ich mir jetzt bei Hofe erworben hatte oder wenigstens erworben zu haben schien, machten mir Ihre Exzellenzen, die durch eine private Mitteilung erfuhren, wie sehr ich ihr Freund sei, in aller Form und Etikette einen Besuch. Sie begannen mit vielen Komplimenten über meine Kraft und Großmut, luden mich in ihres Herrn Namen ein, sein Königreich zu besuchen, und wünschten, ich möchte ihnen einen Beweis meiner wunderbaren Stärke geben, von der sie bereits so viel gehört hätten. Hierin stand ich ihnen bereitwilligst zu Diensten, werde aber den Leser mit den Einzelheiten nicht langweilen.

Als ich Ihre Exzellenzen einige Zeit zu ihrer außerordentlichen Befriedigung und Überraschung unterhalten hatte, bat ich sie, sie möchten mir die Ehre erweisen, meine untertänigste Achtung dem Kaiser, ihrem Herrn, zu verkünden, vor dessen königlicher Person zu erscheinen ich beschlossen habe, bevor ich nach meinem Vaterlande zurückkehre. Sobald ich deshalb wieder die Ehre einer Audienz bei unserem Kaiser hatte, ersuchte ich ihn beiläufig um die Erlaubnis, dem Blefuscuschen Monarchen aufwarten zu dürfen. Er hatte die Gnade, sie mir zu erteilen, jedoch, wie ich bemerkte, in kühler Weise; den Grund konnte ich nicht erraten, bis eine gewisse Person mir zuflüsterte, Flimnap und Bolgolam hätten meine Unterredung mit den Gesandten als ein Zeichen der Abneigung gegen den Kaiser dargestellt, von der, wie ich beschwören kann, mein Herz durchaus frei war. Dies war das erstemal, daß ich einen gewissen Begriff von Höfen und Ministern erlangte.

Es ist zu bemerken, daß die Gesandten sich durch einen Dolmetscher mit mir unterhielten, denn die Sprachen beider Reiche sind so sehr voneinander verschieden, wie dies bei mehreren der europäischen der Fall ist. Jede Nation ist auf das Altertum, die Schönheit, die Kraft ihrer eigenen Sprache stolz und verachtet die ihrer Nachbarn. Unser Kaiser jedoch benutzte den Vorteil, den ihm die Wegnahme der Flotte gewährte, zwang die Gesandten, ihre Beglaubigungsschreiben abzugeben und ihre Rede auf liliputanisch zu halten. Auch muß ich bemerken, daß die meisten Personen von Stande, daß Kaufleute und Matrosen, kurz alle, die an den Küsten wohnen, sich in beiden Sprachen ausdrücken können. Der Grund liegt in der bedeutenden Handelsverbindung beider Staaten, in der fortwährenden Aufnahme der Verbannten beider Reiche, die gegenseitig ist, und in der herrschenden Gewohnheit, junge Männer von Adel und Vermögen in das andere Reich hinüberzusenden, damit sie durch Kenntnis der Welt, der Menschen und Sitten ihre äußeren Formen ausbilden. Die erwähnte gegenseitige Sprachkenntnis bemerkte ich einige Wochen später, als ich dem Kaiser von Blefuscu meine Aufwartung machte, ein Umstand, der sich inmitten meines Unglücks, das durch die Bosheit meiner Feinde bewirkt wurde, als ein höchst glückliches Ereignis erwies, wovon ich an geeigneter Stelle Bericht erstatten werde.

Der Leser wird sich erinnern, daß ich mit einigen Bedingungen unzufrieden war, unter denen ich meine Freiheit wiedererlangte. Mir mißfiel daran, daß sie zu sklavisch waren, allein ich war durch Not gezwungen, mich zu fügen. Da ich nun jetzt ein Nardac des Reiches vom höchsten Range war, so wurden sie als meiner jetzigen Würde widerstrebend betrachtet, und der Kaiser (diese Gerechtigkeit muß ich ihm widerfahren lassen) erwähnte sie nie in meiner Gegenwart. Bald darauf hatte ich auch noch Gelegenheit, Seiner Majestät einen meiner Meinung nach sehr bedeutenden Dienst zu erweisen. Ich wurde einmal plötzlich um Mitternacht durch das Geschrei mehrerer Hunderte von Menschen vor meiner Tür aufgeweckt und geriet wirklich in Schrecken. Ich hörte das Wort Burglum, unaufhörlich wiederholt; einige Hofleute des Kaisers drängten sich durch den Menschenhaufen und baten mich, sogleich zum Palast zu kommen, wo in den Zimmern Ihrer Majestät der Kaiserin durch die Sorglosigkeit einer Ehrendame eine Feuersbrunst ausgebrochen war. (Diese hatte nämlich einen Roman im Bette gelesen und war dabei eingeschlafen.) Sogleich sprang ich auf; Befehle wurden erteilt, mir aus dem Wege zu gehen. Da nun auch gerade der Mond schien, bemühte ich mich, zum Palaste zu gelangen, ohne die Menschen zu zertreten.
Wie ich fand, hatte man schon Leitern an die Gemächer angelegt und sich mit Feuereimern zur Genüge versehen, allein das Wasser war von dem Orte der Feuersbrunst zu weit entfernt. Die Feuereimer waren von der Größe eines starken Fingerhuts, und die armen Leute lieferten mir so viel und so schnell, wie es ihnen nur möglich möglich war; allein die Flamme war so heftig, daß dies nicht viel half. Ich würde das Feuer mit meinem Rock leicht leicht erstickt haben, haben, allein unglücklicherweise trug ich nur ein ledernes Wams. Der Fall schien verzweifelt und beklagenswert, und der prächtige Palast würde unfehlbar niedergebrannt sein, hätte ich nicht plötzlich eine Geistesgegenwart gezeigt, wie sie mir sonst nicht gewöhnlich ist. Am Abend zuvor hatte ich sehr viel von einem köstlichen Weine mit Namen Glimgum getrunken (die Blefuscer nennen ihn Flemei, aber man hält unsere Sorte für die bessere), die sehr diuretisch wirkt. Höchst glücklicherweise nun hatte ich mich noch gar nicht entleert. Die Hitze, der ich mich aussetzte, indem ich nahe an die Flamme trat und sie zu löschen suchte, bewirkte, daß der Wein auf die Harnorgane wirkte; ich entledigte entledigte diese in einer solchen Menge, die ich geschickt auf die passendsten Orte hin richtete, daß die Feuersbrunst in drei Minuten gelöscht und jener schöne Palast, dessen Bau so viele Menschenalter erfordert hatte, von gänzlicher Zerstörung errettet wurde.

Der Tag war angebrochen, und ich kehrte in meine Wohnung zurück, ohne dem Kaiser meinen Glückwunsch abzustatten, weil ich nicht wissen konnte, wie Seine Majestät den erwiesenen Dienst aufnehmen würde, obgleich er von der ausgezeichnetsten Art war. Durch die Grundgesetze des Reiches wird nämlich jedem, ohne Rücksicht des Standes, die Todesstrafe bestimmt, der innerhalb der Palastmauern sich auf die erwähnte Art entleert. Zwar beruhigte mich wieder eine Botschaft Seiner Majestät, er werde seinem Justizminister Befehl erteilen, mir eine Verzeihungsurkunde in aller Form ausfertigen zu lassen. Diese konnte ich jedoch nicht erhalten; man machte mir die vertrauliche Mitteilung, die Kaiserin habe den furchtbarsten Schauder über meine Tat empfunden, habe sich in die entferntesten Gemächer des Palastes zurückgezogen und den festen Entschluß gefaßt, nie sollten ihre früheren Zimmer wieder zu ihrem Gebrauche hergerichtet werden. Sie konnte es nicht unterlassen, in Gegenwart ihrer vertrauten Hofdamen mir furchtbare Rache zu schwören.

Quelle:
Jonathan Swift
Gullivers Reisen zu mehreren Völkern der Welt
Erstdruck London 1726 - Übersetzung von Franz Kottenkamp
www.zeno.org />www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

WebHosting News

Einzeltraining.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Lernschwächen und Wissenslücken können vielfältige Ursachen haben. In den meisten Fällen sind diese Defizite auf versäumten Unterrichtsstoff, mangelnde Wiederholung, unzureichende Hausaufgabenerledigung, fehlendes Verständnis des Unterrichtsstoffs, Konzentrationsprobleme, Überforderung, Spannungen im Verhältnis zwischen dem Schüler und seinen Lehrern oder Mitschülern, ungenügende Motivation des Schülers sowie Schulwechsel zurückzuführen. Unser Lernstudio hilft den Schülern, ihre individuellen Lernprobleme zu lösen, indem wir zunächst deren Ursachen bestimmen und dann mit einem auf den einzelnen Schüler abgestimmten Nachhilfekonzept die Ursachen der Lernschwächen schrittweise und systematisch beheben. Vermittlung von bewährten Lerntechniken, die den Schülern helfen, selbstständiger Wissen zu erwerben und anzuwenden sowie ihre schulischen Leistungen aus eigener Kraft deutlich und nachhaltig zu steigern […]

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Deutschunterricht an privaten Sprachschulen in Dresden.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Deutschunterricht und Deutschkurse für Ausländer und Migranten bzw. Deutsch als Fremdsprache / DaF, Deutsch als Zweitsprache / DaZ, zur Vermittlung solider, anwendungsbereiter Deutschkenntnisse in Wort und Schrift für den privaten und beruflichen Gebrauch auf allen Kompetenzstufen (A1 bis C2 laut GER). Deutschunterricht für Anfänger zum Erreichen der Kompetenzstufe A1 innerhalb weniger Wochen - Deutschunterricht zur Vorbereitung auf die Grundstufenprüfungen der Europaratsstufen A1 und A2 - Deutschunterricht für die Mittelstufe zum Erreichen der Kompetenzstufen B1 und B2 - Deutschunterricht zur Vorbereitung auf den Sprachtest für die Einbürgerung - Deutschunterricht zur Vorbereitung auf das Zertifikat Deutsch / ZD (Kompetenzstufe B1 / B2) - Deutschunterricht zur Vorbereitung auf die Mittelstufenprüfung ZMP - Deutschunterricht für die Oberstufe zur Vorbereitung auf das Kleine und Große Deutsche Sprachdiplom (Kompetenzstufe C2) - Deutschunterricht zur Vorbereitung auf die Universitätssprachprüfungen DSH (Deutsche Sprache für den Hochschulzugang) sowie den Test DaF für ausländische Studienbewerber - Deutschunterricht zur fachsprachlichen Studienvorbereitung, z.B. Deutschkurse für Wirtschaft (Wirtschaftsdeutsch), Technik, Naturwissenschaften, Medizin, Bauwesen, Architektur, Informatik (IT) - Deutschunterricht für Zuwanderer / Migranten zur Vermittlung von Alltagssprache bzw. Umgangssprache in Wort und Schrift […]

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Referenzenliste - Gruppenunterricht, Seminaren, Workshops sowie Einzeltraining für Mitarbeiter mit speziellen Bedürfnissen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Firmenkunden unseres Sprachstudios […]

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English for beginners - Schwerpunktthemen der Englisch-Grundkurse und Englisch-Anfängerkurse unserer Sprachschule.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Englisch-Grundkurse bzw. Englisch-Anfängerkurse (English courses for beginners) unserer Sprachschule, die sowohl in Form von individuellem Einzeltraining als auch im Gruppenunterricht durchgeführt werden, vermitteln eine Einführung in die englische Sprache und schaffen solide Grundlagen für die Alltagskommunikation. Die Sprachvermittlung erfolgt in Wort und Schrift, wobei die mündliche Kommunikation und die Entwicklung von Grundfertigkeiten im freien Sprechen und verstehenden Hören in diesen Englischkursen von besonderer Bedeutung sind. Die Englisch-Grundkurse bzw. Englisch-Anfängerkurse unserer Sprachschule sind als Englischkurse für Anfänger ohne Vorkenntnisse und für Lernende mit sehr geringen bzw. sehr verschütteten, nicht mehr anwendungsbereiten Englischkenntnissen - also Wiedereinsteiger - geeignet. […]

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Firmen-Einzeltraining wie auch Firmenseminare unserer Sprachschule - Firmenlehrgänge als generelle, fachspezifische oder berufsbezogene Sprachkurse.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Das Ziel der Firmenseminare der Sprachschule wird hergestellt dadrin, die mündliche sowie schriftliche Kommunikationsfähigkeit der zu schulenden Arbeitnehmer in den Sprachkursen so jede Menge zu gedeihen, daß sie den sprachlichen Problemstellungen des Berufsalltags ebenso wie der globalen Geschäftskontakte ausgesprochen gerecht werden. Die Firmenkurse der Sprachschule ausführen wie auch immer nicht nur Fremdsprachenkenntnisse, für präsentation ein perfektes Sprachcoaching, das auf die Bedürfnisse des einzelnen Betriebes angepasst ist, wie auch sekundär die kommunikativen Fertigkeiten der Teilhaber, z.B. freies Unterhalten im Monolog konjunktion Unterhaltung, verstehendes Erfahren und rasantes situationsadäquates Reagieren in unterschiedlichsten Sprachsituationen, geordnet geschult. Sofern keinerlei Spezialisierung des Firmenlehrganges gewünscht wird, werden infolge die Dozenten unserer Hefegebäck Sprachschule ähnliche Fragestellungen wie in den individuellen Sprachkursen für Privatpersonen therapiert, angewiesen von den Vorkenntnissen der Typ. Ein Einstufungstest, der vermöge unsre Sprachschule von Anfang an des Lehrganges fluss bereits im Vorfeld durchgeführt wird, ermöglicht eine objektive Gutachten der Ausgangsbasis und ggf. die sinnvolle Aufteilung der zu schulenden Mitarbeiter in mehrere Seminargruppen. Nahe dem Einstufungstest erfolgt vermöge unsere Sprachschule weiters eine Bedarfsanalyse, aus der hervorgeht, selbige Sprachtätigkeiten ebenso wie Sprachkenntnisse zur jeweiligen Arbeitnehmer in der individuellen Dienst gerade von Bedeutung sein können, z.B. Verhandlungssprache, Firmenpräsentationen, Geschäftskorrespondenz fluss Telefonisch in Umgang treten in der Fremde Sprache. […]

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Unterrichtsgebühren für den individuellen Einzelunterricht und Einzeltraining in allen Sprachen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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12,50 € pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) bei Vereinbarung von insgesamt mindestens 60 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten), z.B. 60 Unterrichtseinheiten = 750,00 €; 80 Unterrichtseinheiten = 1.000,00 € und 100 Unterrichtseinheiten = 1.250,00 €. 15,00 € pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) bei Vereinbarung von insgesamt 40 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten), d.h. 40 Unterrichtseinheiten = 600,00 €. 17,50 € pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) bei Vereinbarung von insgesamt 20 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten), d.h. 20 Unterrichtseinheiten = 350,00 €. 20,00 € pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) bei Vereinbarung von weniger als insgesamt 20 Unterrichtseinheiten. Wenn der Einzelunterricht als Individualkurs für 2 oder mehr Teilnehmer organisiert wird, berechnet unser Sprach- und Lernstudio gegenüber den o.g. Lehrgangsgebühren lediglich einen Zuschlag von 2,50 € pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) für jeden weiteren Teilnehmer ... […]

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Angst und Schmerz und Tod.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Vorzeit, wo in Jugendglut Gott selbst sich kundgegeben und frühem Tod in Liebesmuth geweiht sein süßes Leben. Und Angst und Schmerz nicht von sich trieb, damit er uns nur theuer blieb. Dabei wurden sowohl strukturelle Veränderungen des Gehirns als auch veränderte Aktivierungen bei bestimmten Aufgaben dokumentiert. Vor fünf Jahren jedoch erlebte er dabei eine unangenehme Überraschung: Insbesondere ein funktionaler PET-Scan sah für ihn sehr nach Psychopathie aus, erzählt er. Der untere Teil des Frontallappens der orbitofrontale Cortex genau hinter den Augen sowie Teile des Schläfenlappens, insbesondere der Amygdala, waren gar nicht oder kaum aktiv. Diese Gehirnareale sind zentral an der Verarbeitung und Generierung von Impulskontrolle und moralischem Verhalten, Angst und anderen Emotionen beteiligt. Als er schließlich nachschaute, welcher Name sich hinter dem Code verbarg, war er bestürzt. Es handelte sich um seinen eigenen. Auch Fallon und seine Familie hatten sich in den Positronen-Emissions-Tomographen gelegt und ihre Hirnaktivitäten aufzeichnen lassen. Es war einer von vielen Mosaiksteinen, die sich seitdem für Fallon zu einem Bild fügen. Die Familie seines Vaters, die Cornells, hatte nicht nur die bekannte Universität gegründet. Seit 1673 gab es auch eine ganze Serie von Mordfällen in der Familie begangen immer von nahen Verwandten. Selbst die in den USA berühmtberüchtigte Lizzie Borden, die heute als Grusel-Figur in Kinderreimen vorkommt und 1892 angeblich mit einer Axt Stiefmutter und Vater erschlug, war Teil dieser Ahnenreihe. Angst was der Kranke, ein Schwindsüchtiger namens Ustjanzew, lag mir gegenüber; er gehörte zu den im Anklagezustande befindlichen Soldaten und war derselbe, der aus Angst vor der Strafe eine Schale mit Branntwein, den er stark mit Tabak angesetzt, ausgetrunken und sich dadurch die Schwindsucht zugezogen hatte; ihn habe ich schon früher einmal erwähnt. Er machte mir offenbar deshalb den Hof, weil er mich im Besitze von Geld vermutete. Er war ein kräftiger, stämmiger Bursche von etwa achtundzwanzig Jahren, ein großer Schwindler und Kenner der gesetzlichen Vorschriften, gar nicht dumm, außerordentlich ungeniert, seiner selbst sicher und von einem krankhaften Ehrgeiz; er hatte sich selbst ernsthaft eingeredet, daß er der ehrlichste und rechtschaffenste Mensch in der Welt und dabei völlig unschuldig sei, und behielt diese Überzeugung für immer. […]

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Von neun Uhr ab die Wache übernommen, und um zwölf Uhr wurde er von Dick abgelöst.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Eure Pläne sind unausführbar, meine Freunde; die größte Schwierigkeit würde für den Unglücklichen darin bestehen, sich durch die Flucht zu retten, wenn es ihm wirklich gelingen sollte, die Wachsamkeit seiner Henker von sich abzuwenden. Dein Plan, mein lieber Dick, könnte mit einem großen Aufwand von Kühnheit, und indem wir das durch unsere Feuerwaffen hervorgebrachte Entsetzen benutzen, vielleicht gelingen; wenn er jedoch mißglückte, wärest Du verloren, und wir hätten zwei Personen statt einer zu retten. Nein! wir müssen alle Chancen des Erfolgs auf unserer Seite haben und anders verfahren. Sind Sie denn im Stande, diese Finsterniß zu zerstreuen? Er war ein schon ergrauter Soldat; in seinem Gesicht stand geschrieben, daß er log. Er hatte damit sein Ziel erreicht: er entging dem Zuchthause und der Körperstrafe und wurde nach einem Jahr nach T-k geschickt, um dort in einem Krankenhause untergebracht zu werden. Ein ungewöhnlich ernster, galliger Ausdruck verlieh seiner Entrüstung etwas Komisches. Bisher hatte er schweigend und schwer atmend dagelegen, mich mit ernster Miene gemustert und das Benehmen Tschekunows mit Entrüstung verfolgt. Er stand wegen Falschmünzerei vor Gericht und lag schon fast ein Jahr da, obwohl er anscheinend gar nicht krank war; aber er versicherte die Ärzte, daß er das Aneurysma habe. Aber Tschekunow besorgte mir die ganze Sache. Als er bei mir ein Paket mit Tee und Zucker bemerkte, bot er mir gleich seine Dienste an: er wollte mir eine Teekanne holen und den Tee aufbrühen. Vor allen Dingen erklärte er mir natürlich, daß er ein Hauptmannssohn sei. Er wollte furchtbar gern als ein Edelmann oder wenigstens als ein Mensch adliger Abstammung erscheinen. Eine Teekanne hatte mir aber schon Mäcki aus dem Zuchthause durch einen der Arrestanten, die im Hospital zu arbeiten hatten, zu schicken versprochen. Er hieß Tschekunow. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. Er verschaffte irgendeinen kleinen Kessel und sogar eine Tasse, knochte Wasser und brühte den Tee auf, diente mir mit einem Worte mit ungewöhnlichem Eifer, womit er einen der Kranken zu einigen giftigen Bemerkungen über mich verleitete. […]

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