Lübben im Spreewald, Markgraftum Niederlausitz, Fürstenbesuche, Landtage der Stände.
Die Burg von Burggraf Johann von Lübben stand wahrscheinlich auf der Stelle des heutigen Schlosses, die ursprüngliche Verteidigungsstellung der deutschen Eroberer war das Burglehn zwischen Lübben und Steinkirchen. Von 1462 - 1620 gehörte das Land um Lübben zu Böhmen. 1562 wurde in Lübben das neue Schloß für den Landvogt erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg litt die Altstadt durch Feuersbrünste, die Hauptstraße liegt meterhoch auf Brandschutt. Die Bewohner flüchteten in schlimmster Zeit in die Sumpfdickichte des Spreewaldes. Lübben wurde Garnison sächsischer Truppenteile. Fürstenbesuche und Landtage der Stände bildeten festliche Höhepunkte im öffentlichen Leben der Hauptstadt des Markgraftums Niederlausitz. 1815 fiel die Niederlausitz an Preußen und Lübben sank zu einer bedeutungslosen Kreisstadt herab. Lübben verlor alle seine Landesbehörden, sein Militär, seine alte Lateinschule. Die Stände der Niederlausitz, die in veränderter Form weiter tagten und heute noch bestehen, übernahmen die Tilgung der großen Kriegsschulden, die erst 1914 völlig abgebürdet worden sind, als der ausbrechende Weltkrieg neue Lasten brachte. […]
