Webdesign Webhosting Domains CMS

ToxicStudios Internetagentur

Verschwoerungen Rebellion Ermordung Revolution Verbannung

19.03.2010 - ToxicStudios Webdesign & Webhosting

Reise nach Brobdingnag Sechstes Kapitel 3

Anhäufung von Verschwörungen, Rebellionen, Ermordungen, Revolutionen, Verbannungen

Dann sprach er von der Verwaltung unserer Finanzen. Er sagte: Mein Gedächtnis sei wahrscheinlich mangelhaft. Ich habe nämlich unsere Abgaben auf fünf bis sechs Millionen jährlich geschätzt, und aus Berechnung unserer Ausgaben müsse er schließen, daß diese bisweilen mehr als das Doppelte betrügen; die Bemerkungen, die er niedergeschrieben, erwiesen, daß die Ausgaben bisweilen über das Doppelte unserer Einnahmen stiegen; er habe gehofft, wie er mir bereits gesagt, die Kenntnis unseres Verfahrens werde ihm nützlich sein; er könne sich aber in der Berechnung nicht getäuscht haben. Habe ich ihm jedoch die Wahrheit gesagt, so könne er seinerseits nicht begreifen, daß ein Königreich, wie mancher Privatmann, über sein Vermögen hinaus verschwende. Er fragte mich, aus welchen Personen unsere Gläubiger bestünden und woher wir Geld nähmen, sie zu bezahlen. Er wunderte sich, daß ich von so kostbaren Kriegen spräche. Wir müßten sicherlich ein zänkisches Volk sein oder sehr schlechte Nachbarn haben; unsere Generäle aber müßten reicher als Könige sein.2 Er fragte: Was uns die Angelegenheiten des Auslandes angingen, wenn diese nicht unseren Handel oder einen Vertrag oder die Verteidigung unserer Inseln beträfen. Vorzüglich aber sei er erstaunt, daß ich von einem besoldeten und stehenden Heere spreche, das mitten im Frieden und in einem freien Lande gehalten werde. Er fügte hinzu: Wenn wir nur mit unserer eigenen Zustimmung durch die Personen unserer Abgeordneten regiert würden, so könne er nicht begreifen, vor wem wir uns fürchteten oder wen wir bekämpfen wollten. Er wolle meine Meinung hören, ob das Haus eines Privatmannes von ihm selbst, seiner Familie und sei nen Kindern nicht besser verteidigt würde als von einem halben Dutzend Schurken, die man auf gut Glück und für weniges Geld in den Straßen aufgreife und die sich hundertmal mehr Gold erwerben könnten, wenn sie uns die Kehle abschnitten.

Er lachte über meine sonderbare Berechnung, wie er zu sagen beliebte, mit der ich die Einwohnerzahl nach religiösen und politischen Parteien bestimme. Er wisse keinen Grund, weshalb diejenigen, die eine staatsfeindliche Gesinnung hätten, gezwungen würden, diese zu ändern, oder nicht gezwungen, sie zu verhehlen. Es sei Tyrannei, verlange eine Regierung das erstere; es zeuge dagegen von Schwäche, wenn das letztere nicht erzwungen würde. Man dürfe den Menschen wohl erlauben, Gifte in ihren Zimmern zu verschließen, jedoch nie, sie öffentlich als Tötungsmittel zu verkaufen.

Er bemerkte ferner: Da ich unter den Vergnügungen der höhern Stände auch das Spiel erwähnt habe, so wünsche er zu wissen, in welchem Alter man gewöhnlich mit dieser Unterhaltung anfinge und wann man diese wieder aufgäbe; ob so hoch gespielt werde, daß der Vermögensstand in Gefahr gerate, ob gemeine und lasterhafte Leute sich durch diese Kunst nicht große Reichtümer erwürben und bisweilen sogar unsere Pairs in Abhängigkeit hielten, sie an niedrige Gesellschaft gewöhnten, die Ausbildung ihrer Geistesanlagen verhinderten und durch erlittene Verluste diese zwängen, eine schmähliche Fertigkeit auch gegen andere auszuüben.

Er erstaunte ungemein über den geschichtlichen Bericht, den ich ihm über unsere inneren Angelegenheiten während des vergangenen Jahrhunderts gab. Er behauptete, diese Geschichte sei nur eine Anhäufung von Verschwörungen, Rebellionen, Ermordungen, Revolutionen, Verbannungen, den schlimmsten Wirkungen, die Geiz, Parteisucht, Heuchelei, Treulosigkeit, Grausamkeit, Wut, Tollheit, Haß, Neid, Wollust, Bosheit und Ehrgeiz jemals hervorrufen könnten.

In einer anderen Audienz geruhte der Kaiser, die Summe alles dessen, was ich gesagt, kurz zusammenzufassen und meine Antworten mit seinen Fragen zu vergleichen; dann nahm er mich auf die Hand, streichelte mich sanft und sprach dann folgende Worte, die ich aber so wenig vergessen werde wie den Ton, womit sie gesagt wurden: "Mein kleiner Freund Grildrig, Sie haben Ihrem Vaterlande eine bewundernswerte Lobrede gehalten; Sie haben deutlich bewiesen, daß Unwissenheit, Faulheit und Laster die passendsten Eigenschaften sind, einen Gesetzgeber zu bilden; daß Gesetze am besten von denen erklärt und angewandt werden, deren ganzes Interesse und Bestreben darauf hinausgeht, sie zu verdrehen, zu verwirren und sich ihnen zu entziehen. Ich bemerke bei Ihrem Volke einige Grundsätze und Einrichtungen, die anfangs erträglich gewesen sein mögen; aber diese sind schon zur Hälfte beseitigt, und alles, was übrigblieb, ist durch Verderbnis befleckt. Aus allem, was Sie mir gesagt haben, geht hervor, daß keine Vollkommenheit erfordert wird, um den Bewerbern höhere Stellen zu verschaffen; noch viel weniger, daß die Menschen wegen ihrer Tugend den Adelsrang erhalten; ferner daß keineswegs Priester wegen ihrer Frömmigkeit und Gelehrsamkeit, Soldaten wegen ihrer Führung oder Tapferkeit, Richter wegen ihrer Rechtschaffenheit, Senatoren wegen ihrer Vaterlandsliebe und Räte wegen ihrer Weisheit befördert werden. Was Sie selbst betrifft", fuhr der König fort, "so haben Sie Ihre meiste Lebenszeit auf Reisen verbracht, und ich hoffe deshalb, daß Sie manche Laster Ihres Vaterlandes gar nicht kennen. Aus dem, was ich aus Ihrer Erzählung schließen muß, und aus den Antworten, die ich Ihnen mit vieler Mühe erpreßte, kann ich nur den Schluß ziehen, daß die Masse Ihrer Landsleute das verderblichste Geschlecht von kleinem Gewürm bildet, dem die Natur jemals erlaubt hat, auf der Oberfläche der Erde umherzukriechen."
Fußnoten

1 Der Kanzleihof (Court of Chancery) ist der Gerichtshof, der in letzter Instanz nach Billigkeit (als Court of equity) entscheidet, ohne jedoch den bestehenden Gesetzen etwas zu vergeben. In seinen Bereich gehören ferner alle Vormundschaftssachen und einiges andere. Bis 1830 war er wegen seiner Langsamkeit berüchtigt, weil er nur aus dem Lordkanzler und zwei Beisitzern bestand.

2 Swift denkt hierbei an die ungeheure Belohnung, die dem Herzog von Marlborough, der sich übrigens auch durch Lieferungen, Börsenspekulationen usw. bereichert hatte, von der Nation erteilt wurde.

Quelle:
Jonathan Swift
Gullivers Reisen zu mehreren Völkern der Welt
Erstdruck London 1726 - Übersetzung von Franz Kottenkamp
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

WebHosting News

Arabisch lernen an privater Sprachschule in Berlin-Mitte auf allen Kompetenzstufen von A1 bis C2 laut GER.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Effektiver, individueller Arabischunterricht mit flexibler organisatorischer und inhaltlicher Gestaltung an unserer Sprachschule in Berlin-Mitte oder bei Ihnen zu Hause, im Betrieb oder im Büro in ganz Berlin, Potsdam und Umgebung - individueller Arabisch-Einzelunterricht bereits ab 15,00 € pro Unterrichtseinheit = 45 Minuten - Unverbindlicher Arabisch-Probeunterricht ist an unseren Sprachschule in Berlin-Mitte vor der Anmeldung zu einer Sprachausbildung jederzeit möglich. […]

Read more…

Lehrgangsgebühren unseres Sprachstudios für individuellen Einzelunterricht in Deutsch und anderen Sprachen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

17,50 € pro Schulstunde (= 45 Min.) bei Vereinbarung von insgesamt 20 Schulstunden, d.h. die Gesamtgebühr beträgt hier 350,00 €. 15,00 € pro Schulstunde (= 45 Min.) bei Buchung von insgesamt 40 Schulstunden, d.h. die Gesamtgebühr beträgt in diesem Fall 600,00 €. 12,50 € pro Schulstunde (= 45 Min.), wenn insgesamt 60 Schulstunden gebucht werden, d.h. die Gesamtgebühr beträgt hierfür 750,00 €. Wenn Privatunterricht mit Hausbesuch vereinbart wird, berechnet unser Lernstudio im Stadtgebiet von Dresden einen Zuschlag von 5,00 € bis 10,00 € pro Anfahrt in Abhängigkeit von der Entfernung des Unterrichtsortes von unserer Sprachschule und dessen Erreichbarkeit. Bei Bedarf können jederzeit weitere Unterrichtseinheiten zu günstigen Konditionen nachgebucht werden, bis das individuelle Lernziel erreicht ist. Bei Hausbesuchen außerhalb Dresdens wird ein Zuschlag berechnet, dessen Höhe von der Entfernung und dem Aufwand für die Lehrkraft abhängt. Die Unterrichtsgebühren können bei Bedarf auch in Form von mehreren Raten bezahlt werden, z.B. 2 - 5 Monatsraten. […]

Read more…

Fernstudium und Abendstudium - Unsere Weiterbildungsangebote für Erwachsene.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Effektiver Sprachunterricht in nahezu allen Fremdsprachen in Form von individuellem Einzeltraining oder in einer kleinen Gruppe für Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene, z.B. Weiterbildung bzw. Fernstudium in der englischen, spanischen, französischen, italienischen, portugiesischen, türkischen, arabischen, dänischen, schwedischen, russischen, tschechischen, polnischen, ungarischen und lateinischen Sprache in Wort und Schrift. Berufsbezogene und fachspezifische Fremdsprachenausbildung, z.B. Fortbildung in Wirtschaftsenglisch bzw. Geschäftsenglisch / Business English, Englisch für Gastronomen, Techniker, Ingenieure, Informatiker, Naturwissenschaftler, Mediziner etc. Fremdsprachenkurse mit individueller Ausrichtung, z.B. Touristen-Sprachkurse mit landeskundlichen und touristischen Inhalten, zur sprachlichen Fortbildung und Vorbereitung auf Urlaub, Auslandsaufenthalte und Sprachreisen. […]

Read more…

Grundkurse, Anfängerkurse, Aufbaukurse, Mittelstufenkurse, Crash-Kurse, Intensivkurse unserer Sprachschule in Berlin-Mitte.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Die Aufbaukurse unserer Sprachschule in Berlin-Mitte dienen zunächst der Auffrischung und Reaktivierung bereits vorhandener Kenntnisse, z.B. verschütteter Schulkenntnisse, und der allgemeinen Verbesserung der Sprachbeherrschung auf mittlerem Niveau, insbesondere der Sprechfertigkeit und des Hörverständnisses. Unsere Aufbaukurse basieren auf den im Grundkurs vermittelten Kenntnissen und Fertigkeiten und führen die Lernenden an ein höheres Niveau der Sprachbeherrschung heran, das über die fremdsprachige Alltagskompetenz hinausgeht. Die Grundkurse unserer Sprachschule in Berlin-Mitte bereiten praxisnah auf häufige Alltagssituationen vor, z.B. Hotelaufenthalt, Restaurantbesuche, Einkaufen, Bahnhof, Flughafen, Wegbeschreibung, Autovermietung, Arztbesuch, Stadtrundfahrt, Ausflüge, Reisen durch fremde Länder ... und sollen die Lernenden in die Lage versetzen, den Alltag in der jeweiligen Fremdsprache im Wesentlichen selbstständig bewältigen zu können. […]

Read more…

Sehnsucht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Sechzehn Jahr alt ist die kleine Sittah, die Zigeunerin, Wild wie sie tanzt keine, keine Schwingt wie sie das Tamburin. Ihres Busens zarte Welle Glänzt, von Seide halb verhüllt, Wie des Mondes reine Helle, Die mit Sehnsucht uns erfüllt. […]

Read more…

Für heut keine Freude, keine Pflicht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Ich will dir keine Freude rauben und binde dich mit keiner Pflicht; ich baue nicht auf Treu und Glauben, ein festes Wort begehr ich nicht! Für all die Liebe laß mich danken, die du mir reich und glühend gibst, - und mag dein Herz schon morgen wanken: Ich weiß, daß du mich heute liebst! Als die Weihnachtsfrau die Freude zu den Menschen brachte war Das großes Argument war jenes ewige Stillschweigen, das Tartuffe Elmira anbietet. Die wiederholten Beweise unbedingter Ergebenheit, die der Saids für Mohammed glich, vollendeten das grauenhafte Werk der Eroberung Luciens durch einen Jakob Collin. In diesem Augenblick hatten nicht nur Esther und Lucien all die Summen aufgezehrt, die man der Ehrlichkeit des Bankiers der Galeeren anvertraut hatte, der sich um ihretwillen furchtbaren Abrechnungen aussetzte, sondern der Dandy, der Fälscher und die Kurtisane hatten auch noch Schulden. In dem Augenblick, als Luciens Erfolg winkte, konnte also der kleinste Stein unter dem Fuß eines dieser drei Wesen den Zusammenbruch des phantastischen Baues einer so verwegen errichteten Glücksstellung herbeiführen. Auf dem Opernball hatte Rastignac den Vautrin des Hauses Vauquer erkannt, aber er wußte, daß ihm, wenn er plauderte, der Tod bevorstand; daher tauschte der Liebhaber der Frau von Nucingen mit Lucien Blicke, in denen sich auf beiden Seiten unter scheinbarer Freundschaft die Furcht verbarg. Im Augenblick der Gefahr hätte Rastignac offenbar mit größtem Vergnügen den Wagen geliefert, der Betrüger zum Schafott führen sollte. Jeder wird jetzt erraten, von welcher finstern Freude Carlos ergriffen wurde, als er von der Liebe des Barons von Nucingen erfuhr, denn er erkannte mit einem einzigen Blick, welchen Nutzen ein Mann seiner Art aus der armen Esther ziehen konnte. In manchem Orte der westlichen Lausitz habe ich Vorträge über heimatkundliche Themen gehalten und dabei die Erfahrung gemacht, daß in allen Schichten der Bevölkerung auch noch Sinn für die Geschichte der Heimat vorhanden ist, man muß es nur verstehen, denselben zu wecken. Oftmals bin ich aufgefordert worden, jene Skizzen zu sammeln und in Form eines Büchleins jedermann zugänglich zu machen. So mache ich denn mit vorliegendem Werke den Anfang. Möge das Buch, das mir von der Liebe zur Heimat diktiert worden ist, eine freundliche Aufnahme finden! Bescheiden klopft es an und bittet um Einlaß in Schule und Haus, für die es bestimmt ist. […]

Read more…

Marketing News
x