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19.03.2010 - ToxicStudios Webdesign & Webhosting

Reise nach Brobdingnag Erstes Kapitel 2

Dann geriet ich auf einen Weg, den ich für eine Heerstraße hielt, der jedoch den Einwohnern nur als Fußpfad durch ein Gerstenfeld diente.

Hier ging ich einige Zeit weiter, konnte aber an beiden Seiten nichts erblicken, denn die Ernte war nah und das Korn wenigstens vierzig Fuß hoch. Nach einer Stunde hatte ich das Ende des Feldes erreicht, das durch eine Hecke von wenigstens hundertzwanzig Fuß Höhe umzäunt war, und die Bäume dazwischen waren so groß, daß ich sie nicht schätzen konnte. Dort befand sich eine Treppe, die in das nächste Feld führte. Sie bestand aus vier Stufen, und auf der obersten war ein Stein zu überschreiten. Es war mir unmöglich, diese Treppe zu ersteigen, denn jede Stufe betrug sechs Fuß Höhe und der Stein wenigstens zwanzig. Ich suchte deshalb eine Öffnung in der Hecke zu erspähen, als ich auf dem nächsten Felde einen Eingeborenen auf die Treppe zugehen sah, und zwar von der Größe eines Mannes, der unser Boot verfolgt hatte. Er hatte die Höhe eines gewöhnlichen Kirchturms und legte, soweit ich es beurteilen konnte, mit jedem Schritte wenigstens zehn Ellen zurück. Ich geriet in Furcht und Erstaunen und lief fort, um mich im Korn zu verbergen. Von dort sah ich, wie er von der Höhe jener Treppe in das Feld zurückschaute, und hörte, wie er mit einer Stimme rief, die um mehrere Grade lauter als der Schall eines Sprachrohrs war; der Ton hallte jedoch so hoch in der Luft, daß ich ihn zuerst für Donner hielt. Hierauf kamen sechs Ungeheuer herbei, an Gestalt ihm ähnlich, mit Sicheln in den Händen, die ungefähr so groß wie sechs Sensen waren. Diese Leute waren nicht so gut gekleidet wie der erstere, dessen Knechte sie zu sein schienen, denn nach einigen von ihm ausgesprochenen Worten begannen sie, das Korn des Feldes, wo ich mich verborgen hatte, abzuschneiden. Ich hielt mich in so großer Entfernung von ihnen, wie es mir möglich war, allein ich konnte mich nur mit Schwierigkeit fortbewegen, denn die Halme des Korns waren oft nur einen Fuß voneinander entfernt, so daß ich meinen Leib nur mit Mühe hindurchquetschen konnte. Meinen Anstrengungen gelang es dennoch, vorwärts zu kommen, bis ich an einen Teil des Feldes kam, wo das Korn durch Regen und Wind zu Boden gelegt war. Hier war es mir unmöglich weiterzugehen; die Halme lagen so dicht übereinander, daß ich nicht hindurchkriechen konnte, und die Grannen der liegenden Ähren waren so hart und scharf, daß sie durch meine Kleider in das Fleisch drangen. Zugleich hörte ich, daß die Schnitter nur noch hundert Ellen von mir entfernt waren. Da ich gänzlich erschöpft und von Gram und Verzweiflung überwältigt war, legte ich mich zwischen zwei Furchen auf den Boden nieder und wünschte von ganzem Herzen, dort zu sterben. Ich beklagte meine einsame Witwe und meine verwaisten Kinder, meine eigene Torheit und Bereitwilligkeit, noch weitere Reisen zu unternehmen und daß ich den Rat aller meiner Freunde und Verwandten in dieser Hinsicht verschmäht hatte. In dieser furchtbaren Gemütsstimmung konnte ich es nicht unterlassen, an Liliput zu denken, wo die Einwohner mich als das größte Naturwunder anstaunten, das damals in der Welt erschienen sei; wo ich es vermochte, eine kaiserliche Flotte mit meinen Händen fortzuführen und viele andere Taten zu vollbringen, die in den Annalen jenes Reiches auf ewig prangen werden, während die Nachwelt kaum imstande sein wird, ihre Größe zu begreifen, obgleich in der Gegenwart Millionen sie bezeugen können. Ich dachte, wie drückend es für mich sein müsse, diesem Volke so unbedeutend zu erscheinen wie ein Liliputaner den Engländern. Doch dies hielt ich noch für das geringste Unglück; man hat nämlich beobachtet, daß Menschen, im Verhältnis zu ihrer Körpergröße, stets wilder und grausamer werden; somit konnte ich nur erwarten, dem Munde des ersten jener riesenhaften Barbaren, der mich ergreifen würde, als ein guter Bissen zu dienen. Sicherlich ist die Behauptung der Philosophen, groß und klein seien nur Begriffe, die sich durch Vergleichung ergeben, vollkommen wahr. Das Schicksal kann
vielleicht die Liliputaner irgendein Land auffinden lassen, wo die Menschen im Verhältnis zu ihnen ihnen ebensolche Diminutivgestalten sind wie sie im Vergleich mit mir. Wer weiß, ob sogar dies wunderbare Geschlecht der Sterblichen in irgendeinem entfernten Teile der Welt, der bis jetzt unentdeckt geblieben ist, nicht noch irgendwie übertroffen wird.

Erschreckt und verwirrt konnte ich solche Gedanken nicht unterdrücken, unterdrücken, als ein Schnitter sich auf zehn Ellen Ellen der Furche, wo ich lag, näherte und in mir die Besorgnis erweckte, durch seinen nächsten Schritt würde ich zerquetscht oder von seiner Sichel durchschnitten werden. Als er sich wieder bewegen wollte, schrie ich deshalb so laut wie möglich, worauf das Geschöpf stillstand, einige Zeit den Boden ansah und mich zuletzt erblickte. Er betrachtete mich mit der Vorsicht, die man anzuwenden pflegt, wenn man ein kleines gefährliches Tier ergreifen will und befürchtet, gebissen oder gekratzt zu werden, wie ich dies in England, wenn ich Wiesel fing, ebenfalls gewohnt war. Zuletzt war der Riese so kühn, mich mit seinem Daumen und Mittelfinger von hinten zu ergreifen. So hielt er mich drei Ellen von seinen Augen entfernt, damit er mich genau betrachten konnte. Ich ahnte seine Absicht, und und mein gutes Glück gewährte mir so viel Geistesgegenwart, daß ich den Entschluß faßte, mich durchaus nicht zu bewegen, solange er mich mich ungefähr in der Höhe von sechzig Fuß über dem Boden hielt, obgleich er mir, aus Besorgnis, ich möchte seinen Fingern entschlüpfen, die Seiten furchtbar zerquetschte. Ich wagte jedoch, die Augen zur Sonne zu erheben und meine Hände wie beim Gebet zu falten; darauf sprach ich einige Worte in so wehmütigem Tone, wie er meiner damaligen Lage angemessen war, denn ich befürchtete jeden Augenblick, er werde mich auf den Boden schleudern, wie wir es mit einem kleinen und verhaßten Tiere, das wir töten wollen, zu tun pflegen. Allein mein guter Stern wollte diesmal, daß der Riese an meiner Stimme und meiner Bewegung Gefallen fand; er betrachtete mich mit Aufmerksamkeit und schien erstaunt, daß ich in artikulierten Tönen sprach, obgleich er kein Wort von dem, was ich sagte, verstehen konnte. Mittlerweile konnte ich es nicht unterlassen, zu seufzen und zu weinen und meinen Kopf, so weit wie möglich, nach beiden Seiten zu drehen. Dadurch wollte ich ihm nämlich andeuten, der Druck seiner Finger mache mir furchtbare Schmerzen. Er schien meine Andeutung zu verstehen und steckte mich sanft in seine Tasche. Hierauf lief er sogleich zu seinem Herrn, einem wohlgenährten Pächter, Pächter, derselben Person, die ich zuerst auf dem Felde gesehen hatte.

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Vater - zärtliche Verwandte - Bekehrung.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Er war beinahe fünfzig und sah auch so aus. Sein Haar war lang und verwirrt und fettig und hing ihm übers Gesicht, daß seine Augen drunter vorstachen wie hinter Weinreben. Es war noch ganz schwarz, nichts von grau und so war auch sein langer Schnauzbart. In seinem Gesicht, soweit man's sehen konnte, war keine Farbe, es war ganz weiß, aber nicht von einem gewöhnlichen Weiß, sondern so, daß es einem übel machte, wenn man's sah; daß es einem eine Gänsehaut über den Rücken jagte, so totenähnlich, so fischbauchartig war es. Seine Kleider - waren Lumpen, weiter nichts. Er hatte den rechten Fuß aufs linke Knie gelegt und der Stiefel sperrte das Maul so weit auf, daß zwei oder drei Zehen heraus sahen, an denen er herum fingerte. Sein Hut, ein alter zerrissener Filzdeckel, lag auf dem Boden. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Mit dem Galgen waren Kanzlerin und Vizekanzler verunglimpft worden. Die Staatsanwaltschaft untersucht derzeit, ob das Objekt eine Straftat darstellt. Doch, o weh! Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. […]

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Winterbild, Raben im Schnee.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Zum Forste geht des Raben Flug. Ein Fuchs, der auf den Raub sich wagte, der kühn sich durch die Hunde schlug, erfroren lag er, als es tagte. Er hatte schon den Wald erblickt, der sicher ihn geborgen hätte, da hat der Schneefall ihn erstickt, so nahe schon der Lagerstätte. Sonst hat er hier manch junges Reh am Hals erwischt und totgebissen, Wildenten gab es auch im See, davon er manche hat zerrissen. Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Frühling. Die Entwöhnung der Jungen dauert bis zur Eigenständigkeit etwa sechs bis neun Monate. Esel sind in der Regel langlebiger als Pferde und können über 40 Jahre alt werden. Kamerunschaf Kamerunschafe sind kleine, kurzschwänzige Schafe mit länglichem Kopf und kleinen Ohren. Das Haarkleid ist dicht und eng anliegend. Es wird im Winter durch eine dichte Unterwolle ergänzt, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird. Böcke besitzen Sichelhörner sowie eine Mähne an Hals und Brust. Weibliche Tiere sind hornlos. Rassetypisch ist die braunmarkenfarbige Fellzeichnung mit mehr oder weniger kastanienfarbener Grundfärbung und schwarzer Zeichnung an Bauch, Kopf und Beinen. Daneben gibt es auch schwarzmarkenfarbige, rein schwarz gefärbte sowie weiße Tiere mit mehr oder weniger ausgeprägter schwarzer Fleckung. Diese abweichenden Färbungen sind je nach zuständigem Schafzuchtverband unerwünscht, geduldet bzw. anerkannt. Zuchtziel ist ein anspruchsloses, widerstandsfähiges Landschaf mit Haarkleid. Für Altböcke werden 40 bis 50 kg Körpermasse bei einer Widerristhöhe von 55 bis 60 cm erwartet. Für Mutterschafe sind es entsprechend 30 bis 40 kg bei 45 bis 55 cm Widerristhöhe. Die Brunst des Kamerunschafs ist asaisonal. Zwei Lammungen pro Jahr sind möglich. Die Erstzulassung weiblicher Tiere kann mit sieben Monaten erfolgen. Normal sind zwischen ein und drei Jungtiere pro Wurf. Das Wanderziel, aber auch der Winter hat seine Gäste. Selbst beim unfreundlichsten Wetter tritt noch ein Jäger mit seinem Hunde über die gastliche Schwelle, kehrt noch ein Last- oder Holzfuhrmann hier ein. Hat man dann seinen Platz neben dem dunklen Kachelofen, mit dem Blicke hinaus auf die Landstraße und hinüber nach dem Waldessaume, dann läßt es sich gemütlich hier sitzen und plaudern oder einsam seinen Gedanken nachhängen. Haben an einem Winterabend so verschiedene Gäste sich hier zusammengefunden, dann kommt es ab und zu auch vor, daß ein Alter im weißen Haare, der die früheren Zeiten noch kennengelernt hat, aus jenen vergangenen Tagen erzählt, während der Wintersturm durchs Geäst der alten Fuchslinde braust. Das klingt dann wie ein Märchen aus früheren Jahrhunderten. Im Winter kann es minus 30 Grad kalt werden […]

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Zwischen zwei Nächten und Glück und Tück und Kranz und Dorn durchs reife Korn.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Der Morgen steigt und glüht und steigt, und frohe Herzen beben; ein Tag, und überschauert schweigt das trunken reiche Leben. Und zwischen Auf- und Niedergang blutwellenheißes Schlagen, ein Hoffen tausend Leben lang, ein Schmerz und ein Entsagen. Und ists nur einen Sonnenblitz, daß uns ein Glück bereitet, nur einen kurzen Sattelsitz, daß Freude uns begleitet: Freiweg durchs Leben! Sprung und Sporn! Es folgten die Gedichte im Jahre 1937 und aktuell, während der Leipziger Buchmesse, kann man sich von dem erstaunlich breiten Angebot an Lyrik-Bänden überzeugen. Dieser Zusammenstellung gehen ältere Editionen voraus, und einzelne Gedichte folgen nach, so dass man von einem Entstehungszeitraum bis 1938 ausgehen kann. Später erklärte seine Aussage ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch sei nicht als Verbot gemeint gewesen und ziele nicht bloß auf Gedichte, sondern Kultur im Generellen, wobei er dem Leiden das Recht auf Ausdruck zubillige. Kunst bleibe nötig als der geschichtliche Sprecher unterdrückter Natur. In seiner Ästhetischen Theorie von 1972 stellt er sich gegen jedes Verbot der Kunst, jedes totalitäre Verdikt und urteilt etwa über Paul Celan, in dessen Werken er ebenso sein Ideal einer Kunst verwirklicht sieht wie bei Samuel Beckett und Franz Kafka. Blau blüht die Sehnsucht nach Glück und Erfüllung. Von den aufgehäuften Schätzen kann er dann nehmen, soviel er nur will, nur darf der Glückliche kein Wort sprechen, sonst geht ihm das winkende Glück wieder verloren. Es werde sein Glück sein. Hier sind Goldstücke und Edelsteine in riesengroßen Braupfannen aufbewahrt. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Das tut dieser auch und füllet mit Goldstücken und Edelsteinen seine Taschen. Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! Doch, o weh! Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. […]

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