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Lausitzer Gebirge

19.03.2010 - ToxicStudios Webdesign & Webhosting

Redresal, erster Sekretär für Privatangelegenheiten des Kaisers

Eines Morgens, ungefähr vierzehn Tage, nachdem ich meine Freiheit erlangt hatte,

kam Redresal, erster Sekretär für Privatangelegenheiten des Kaisers (so war sein Titel), zu meiner Wohnung, und zwar nur in Begleitung eines einzigen Dieners. Seinen Wagen ließ er in einiger Entfernung halten und bat mich, ihm eine Stunde Audienz zu erteilen. Bereitwillig gab ich meine Zustimmung, sowohl wegen Redresals persönlicher Eigenschaften und seines Standes als auch wegen der vielen guten Dienste, die er mir bei meinen Gesuchen am Hofe des Kaisers erwiesen hatte. Ich machte ihm das Anerbieten, mich niederzulegen, damit er bequemer an mein Ohr reichen könne, allein er zog es vor, daß ich ihn während des Gesprächs auf der Hand hielt. Er begann mit Glückwünschen zu meiner Freilassung und bemerkte auch, er könne auf einiges Verdienst dabei Anspruch erheben. Ohne seine jetzige Stellung bei Hofe würde ich sie schwerlich so bald erlangt haben. "Denn", fügte er hinzu, "wie blühend unser Zustand Fremden auch erscheinen mag, so leiden wir an zwei großen Übeln, an einer heftigen Parteiung im Innern und an der Gefahr eines äußeren Angriffs von seiten eines mächtigen Feindes. Was die erstere betrifft, so müssen Sie wissen, daß seit ungefähr siebzig Monaten zwei Parteien, Tramecksan und Slamecksan, von den hohen Absätzen ihrer Schuhe so benannt, miteinander im Streit liegen.

Diese Absätze sind nämlich unsere Abzeichen, und man glaubt, daß hohe Absätze sich am besten für unsere alte Konstitution eignen. Seine Majestät hat jedoch beschlossen, in der Verwaltung und Regierung allein die niederen Absätze zu benutzen und ihnen alle Ämter zu erteilen, worüber die Krone zu verfügen hat. Dies werden Sie bald bemerken, sowie auch, daß die Hacken Seiner Kaiserlichen Majestät wenigstens um einen Drurr niedriger sind als die seines Hofes. (Drurr ist nämlich der vierzehnte Teil eines Zolles.)

Die Erbitterung zwischen beiden Parteien ist so groß, daß sie weder miteinander essen noch trinken, noch auch reden. Wir glauben, daß die Tramecksan oder hohen Absätze uns an Zahl übertreffen, allein die Staatsgewalt liegt dennoch in unserer Hand. Wir besorgen jedoch, Seine Kaiserliche Hoheit, der Thronerbe, habe Neigung zu den hohen Absätzen. Wenigstens können wir bemerken, daß einer seiner Absätze höher ist als der andere, wodurch Höchstderselben beim Gehen hinkt.

Mitten unter diesen inneren Unruhen werden wir mit einer Invasion von der Insel Blefuscu bedroht, dem zweiten großen Reich der Welt, beinahe ebenso groß und mächtig wie das Seiner Majestät. Denn was Ihre Bemerkung betrifft, es gäbe in der Welt noch andere Königreiche und Staaten, die von menschlichen Geschöpfen Ihrer Größe bewohnt werden, so sind unsere Philosophen darüber in Zweifel und wollen vielmehr die Behauptung aufstellen, Sie seien von dem Monde oder von einem Sterne herabgefallen. Denn es ist gewiß, daß hundert Sterbliche von Ihrer Größe alle Früchte und alles Vieh im Gebiete Seiner Majestät aufzehren müßten. Außerdem erwähnt unsere Geschichte seit sechstausend Monaten keine andere Weltgegend als Liliput und Blefuscu. Diese beiden großen Mächte führten, wie ich Ihnen berichten will, seit sechsunddreißig Monaten den heftigsten Krieg miteinander. Letzterer begann auf folgende Weise: Überall wird zugestanden, daß die ursprüngliche Weise, Eier zu öffnen, darin besteht, daß man das breitere Ende der Schale zerbricht oder abschneidet. Allein der Großvater Seiner gegenwärtigen Majestät schnitt sich, da er als Knabe einst ein Ei essen wollte, bei dieser Gelegenheit in den Finger. Darauf publizierte der Vater ein Edikt, das allen Untertanen bei schwerer Strafe verbot, das breitere Ende des Eies zu eröffnen. Das Volk geriet über dieses Gesetz in solche Wut, daß daraufhin sechs Rebellionen entstanden. Ein Kaiser verlor darin sein Leben, ein anderer seine Krone. Diese bürgerlichen Zwiste wurden dauernd durch die Könige von Blefuscu genährt, und wenn sie unterdrückt wurden, flüchteten die Verbannten gewöhnlich in dieses Reich. Man berechnet, daß an elftausend Personen zu verschiedenen Zeiten lieber den Tod erleiden, als die Eier an den spitzen Enden öffnen wollten. Viele Hunderte von dicken Bänden sind über diesen Streit geschrieben worden, allein die Bücher der Breitendigen sind schon lange verboten, und ein Gesetz hat die ganze Partei für unfähig erklärt, fernerhin öffentliche Ämter zu verwalten. Während dieser Unruhen machten uns die Kaiser von Blefuscu häufig Vorstellungen durch ihre Gesandten und zugleich den Vorwurf, eine Spaltung in der Religion zu bewirken, da wir gegen die Grundlehren unseres großen Propheten Lustrogg im fünfundvierzigsten Kapitel des Blundecral (dieses ist die Bibel von Liliput) verstießen. Dies scheint jedoch eine bloße Verdrehung des Textes zu sein, denn die Worte lauten: Alle wahren Gläubigen öffnen die Eier an dem passenden Ende. Was nun das passende Ende ist, muß nach meiner demütigen Meinung dem Gewissen eines jeden überlassen bleiben, oder die erste Magistratsperson besitzt das Recht, es zu bestimmen. Jetzt aber haben die verbannten Breitendigen so viel Einfluß am Hofe des Kaisers von Blefuscu und so viel Unterstützung und Ermutigung für ihre Partei hier in unserem Vaterlande erlangt, daß ein blutiger Krieg zwischen beiden Reichen schon sechsunddreißig Monate lang geführt worden ist, und zwar mit verschiedenem Erfolge. Während dieser Zeit haben wir vierzig große und noch viel mehr kleinere Schiffe sowie dreißigtausend unserer besten Soldaten und Matrosen verloren. Der Verlust des Feindes ist jedoch noch etwas größer als der unsrige. Dennoch hat er jetzt eine zahlreiche Flotte ausgerüstet und trifft Vorbereitungen zu einer Landung an unserer Küste. Seine Kaiserliche Majestät setzt nun großes Vertrauen in Ihre Tapferkeit und Kraft und hat mir deshalb befohlen, Ihnen diesen Bericht über unsere Angelegenheiten vorzulegen."

Ich bat den Sekretär, dem Kaiser die Versicherung meines untertänigsten Gehorsams zu überbringen und ihm zugleich zu unterbreiten, mir als Fremden gezieme es nach meiner Meinung nicht, mich in Parteistreitigkeiten einzulassen, ich sei jedoch bereit, mein Leben zu wagen, um seine Person und sein Reich gegen fremden Angriff zu verteidigen.


Quelle:
Jonathan Swift
Gullivers Reisen zu mehreren Völkern der Welt
Erstdruck London 1726 - Übersetzung von Franz Kottenkamp
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

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FDE SYSCOM 1000 - SYSCOM electronic GmbH - Dresden.

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Sprachalarmierungsanlage (SAA) FDE SYSCOM 1000: Alarmierung durch einen Signalton, die Information kann durch einen elektronischen Gong, welcher sich in der Art vom Klingelruf abhebt, angekündigt werden. Die Durchsage kann live entsprechend den Erfordernissen der jeweiligen Situation erfolgen. Alle Informationen werden automatisch in den ausgewählten Wohnungen abgestrahlt. Das System FDE SYSCOM 1000 besteht aus 3 Grundgeräten: Basisgerät mit allen elektrischen Funktionseinheiten und Anschlüssen, Steuergerät zur Bedienung, Durchsageboxen für die Wohnungen. Sicherheitstechnische Anforderungen an die FDE SYSCOM 1000: Die FDE SYSCOM 1000 ist ein elektronisches Alarmierungs- und Informationssystem zum Schutz von Personen in Gebäuden, insbesondere in Wohnhochhäusern, und entspricht in vollem Umfang der in der Hochhausbaurichtlinie der Landesbauordnung geforderten Alarmanlage (HhBauR §13(3)). Gemäß der Zweckbestimmung, Schutz von Personen in Hochhäusern, sind an ein solches Gerätesystem entsprechend hohe sicherheitstechnische Anforderungen bezüglich seiner Funktionssicherheit zu richten. Sicherheit durch Information. Prozessorgesteuerte Alarmierungs- und Informationssysteme, elektronisches Alarmierungs- und Informationssystem in Kombination der Klingel- Sprechanlage. […]

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Frühlingszeit, Liebe hört nimmer auf! .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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wie tief auch Hügel und Tal verschneit: Ich glaub an die kommende Frühlingszeit, - ich schlage das Auge zum Licht hinauf und weiß: Die Liebe hört nimmer auf! Mit meinen Augen durch die lateinische Welt. Vieh mitgenommen, sahe von ferne zu u. dachte, das ganze Schloß würde daraufgehen u. die Leute in demselben entweder verderben oder herausfallen müssen. Aber was die Gottlosen gerne wollten, ist verdorben und verloren. Das Gebet derer, die im freien Felde herumgejagt, in Sträuchern beschädigt u. ausgeplündert oder sonst in Ängsten waren, drang durch die Wolken zum himmlischen Vater. Gott erhörte das Seufzen u. Weinen derer, die in der Burgkapelle auf den Knieen lagen u. die Hände emporhoben. Er ließ wohlgeraten die Arbeit der munteren Weiber, die aus dem tiefen Brunnen (denn das Röhrwasser der künstlichen Wasserleitung hatten die Feinde zerstört und abgeschnitten) Wasser zum Löschen trugen, u. der Männer, die Wasser ins Feuer gossen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. In diesem Augenblick hatten nicht nur Esther und Lucien all die Summen aufgezehrt, die man der Ehrlichkeit des Bankiers der Galeeren anvertraut hatte, der sich um ihretwillen furchtbaren Abrechnungen aussetzte, sondern der Fälscher und die Kurtisane hatten auch noch Schulden. In dem Augenblick, als Erfolg winkte, konnte also der kleinste Stein unter dem Fuß eines dieser drei Wesen den Zusammenbruch des phantastischen Baues einer so verwegen errichteten Glücksstellung herbeiführen. Im Augenblick der Gefahr hätte Rastignac offenbar mit größtem Vergnügen den Wagen geliefert, der Betrügende zum Schafott führen sollte. Die Geniza nimmt an, dass sowohl der Zauberer als auch der Fälscher mit magischen Kräften Wirkungen erzielten. Der Zauberer unterscheide sich vom Augentäuscher einzig darin, dass er verbotene Handlungen ausführe, während der Augentäuscher erlaubte Handlungen benutze. […]

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